Warten auf das «Atrium»

Die evangelischen Kirchbürger von Wittenbach müssen sich noch etwas gedulden, bis sie ihr neues Kirchgemeindehaus beziehen können. Zwei Einsprachen blockieren den Baustart.

Marion Loher
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Das neue Kirchgemeindehaus soll an jenem Ort gebaut werden, wo heute das Pfarrhaus steht (links). Dieses wird abgebrochen. (Archivbild: Ralph Ribi)

Das neue Kirchgemeindehaus soll an jenem Ort gebaut werden, wo heute das Pfarrhaus steht (links). Dieses wird abgebrochen. (Archivbild: Ralph Ribi)

WITTENBACH. Die Kirchgemeinde Tablat will auf dem «Vogelherd» ein neues Kirchgemeindehaus bauen. Gleichzeitig soll das alte Pfarrhaus abgebrochen und das Innere der evangelischen Kirche umgestaltet werden. Mit den Bauarbeiten hätte nach den Sommerferien begonnen werden sollen. Noch aber sind zwei Einsprachen gegen das Neubauprojekt hängig. Der Baustart verzögert sich somit bis auf weiteres.

Gespräche mit Einsprechern

Wie Rolf Hebeisen, Präsident der Baukommission der Kirchgemeinde Tablat, sagt, seien eine Einzel- und eine Sammeleinsprache eingegangen. «In der einen wird mehr Lärm durch mehr Feste und Anlässe im neuen Kirchgemeindehaus befürchtet», so Hebeisen, und in der anderen Einsprache würden bauliche Massnahmen wie der Fernwärmeanschluss oder die Bauweise kritisiert. Mit dem einen Einsprecher haben laut dem Präsidenten der Baukommission bereits erste Gespräche stattgefunden. Mit jenen der Sammeleinsprache will man sich noch Anfang nächsten Monat an einen Tisch setzen. «Wir sind guter Dinge, dass wir die Einsprachen im gegenseitigen Einvernehmen regeln können», sagt Hebeisen. Sobald dies geschehen ist und auch der Kanton seine Zustimmung gegeben hat, soll mit den Bauarbeiten auf dem «Vogelherd» gestartet werden. Wenn möglich, noch in diesem Herbst. Zumindest eine Bewilligung hat die Kirchenvorsteherschaft bereits. Jene nämlich für den Abbruch des alten Pfarrhauses.

Leicht abgeändertes Projekt

Dem Kredit für den Neubau sowie für den Abbruch des Pfarrhauses und die Umgestaltung des Kircheninnenraums von insgesamt 6 Millionen Franken haben die evangelischen Kirchbürger von Wittenbach bereits im Mai 2012 zugestimmt. Das neue Kirchgemeindehaus Vogelherd ist zweigeschossig konzipiert, hat grosse Fensterfassaden, helle Räume und soll zu einem Begegnungsort für Jung und Alt werden. Im Obergeschoss sind nebst Büros öffentlich nutzbare Räume für die Kirchgemeinde vorgesehen. Im Erdgeschoss sollen die Jugendlichen ihren Platz haben.

Gegenüber dem Projekt Atrium, das als Sieger aus einem Architekturwettbewerb mit 24 Beteiligten hervorging, gibt es ein paar Änderungen. Einzelne Bereiche wurden laut Hebeisen vereinfacht und optimiert. Neu ist ein behindertengerechter Lift eingeplant, der auch als Warenlift genutzt werden kann.

Neue Sitze für die Kirche

Von den 6 Millionen Franken Gesamtkosten sind rund 850 000 Franken für die Kirche reserviert. Aussen wird sich aber nichts ändern. Nur innen. Hier soll die Nutzbarkeit optimiert werden, so Hebeisen. Das heisst, die fest eingebauten Sitzbänke werden durch frei gestaltbare Sitzmöglichkeiten ausgetauscht. Gleichzeitig werde die Heizung erneuert, sagt der Präsident der Baukommission.