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«Wanderweg» für Frösche

Frösche, Kröten und Molche, die im Tal der Demut die Strasse überqueren müssen, erhalten schon bald zwei Tunnels. Das neue Leitwerk soll die Amphibien direkt zu ihrem Laichplatz führen.
Sebastian Schneider
Zwei Tunnels unter der Demutstrasse sollen hier Kröten, Frösche und Molche künftig direkt zum Laichplatz, dem neuen Biotop, führen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Zwei Tunnels unter der Demutstrasse sollen hier Kröten, Frösche und Molche künftig direkt zum Laichplatz, dem neuen Biotop, führen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Es ist ein Amphibiengebiet von regionaler Bedeutung: das Tal der Demut zwischen dem Riethüsli und St. Georgen. Im Frühling hüpfen und laufen aus allen Richtungen Frösche, Kröten und Molche zum Weier neben Dreifachturnhalle und Sportplatz, um dort zu laichen. Viele von ihnen müssen die Demutstrasse überqueren. Damit sie dem Strassenverkehr nicht zum Opfer fallen, haben Helfer des Naturschutzvereins Stadt St. Gallen und Umgebung die Amphibien bisher abgefangen und über die Strasse getragen. Nun soll ein Leitwerk die Tiere direkt zu ihrem Laichplatz führen.

Für den Bau Daten gesammelt

Das Leitwerk ist schon seit dem Bau der neuen Dreifachturnhalle neben der Gewerbeschule in Planung. Doch ehe der Wanderweg für die Amphibien angelegt werden konnte, musste erst herausgefunden werden, wie und wo die Tiere ihre Wege zurücklegen. Dafür haben Helfer des Naturschutzvereins die Amphibien protokolliert. Ein provisorischer Haag hat die Tiere jeweils kanalisiert und in Auffangbecken geführt. Dort wurden sie von den Helfern aufgelesen und über die Demutstrasse gebracht. Die gesammelten Daten aus den Bergungsaktionen wurden Jonas Barandun vom regionalen Kompetenzzentrum für Artenschutz weitergereicht. Aufgrund dieser Daten konnte festgelegt werden, wo die beiden Tunnels unter der Demutstrasse angelegt werden sollen. Da nun der Plan steht, kann mit dem Bau schon bald begonnen werden. «Voraussichtlich ist Ende Mai Baustart», sagt Patrick Bünter vom kantonalen Tiefbauamt, der für das Bauprojekt verantwortlich ist.

Bestand stark gesunken

Der Laichort, das Feuchtbiotop im Tal der Demut, wurde wegen des Baus der neuen Turnhalle um einige Meter in östliche Richtung verlegt. Seither ist der Amphibienbestand laut Barandun stark zurückgegangen. Genaue Zahlen könne man nicht erheben, da die Tiere von allen Seiten her zum Laichplatz gelangten. «Ich gehe aber davon aus, dass der Bestand in dieser Region von etwa 2000 auf 1000 gesunken ist», sagt Barandun. Das liege vor allem an den Eigenschaften des neuen Biotops. Man werde die Entwicklung im Auge behalten.

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