Waltramsberg scheidet Bürgerliche

Ein Grossteil der Kandidaten fürs Stadtparlament ist gegen eine Überbauung des Waltramsbergs. Innerhalb der bürgerlichen Parteien herrscht indes Uneinigkeit zur Zukunft Wiese in Rotmonten.

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Das Thema wird vor allem von den Jungen Grünen als selbsternannte «Retter des Grünen Rings» im Wahlkampf kräftig beackert: die im städtischen Richtplanentwurf vorgesehene, allfällige Überbauung des Waltramsbergs. Die Partei inserierte gar Listen mit jenen Kandidaten, die als «Zerstörer des Grünen Rings» nicht wählbar seien, und solchen, die als Schützer des Waltramsbergs fürs Parlament in Frage kämen.

Den Aufwand und das Geld hätten sich die Jungen Grünen möglicherweise sparen können. Denn die Smartvote-Umfrage zur Waltramsberg-Frage zeigt: Die Mehrheit der Parteien lehnt eine Überbauung der Grünzone ab. Neben den Grünen (mit Jungen Grünen) sprechen sich auch die Kandidierenden der GLP, der SP, der BDP, der PFG und der Piraten grossmehrheitlich für den Erhalt der vier Hektar grossen Wiese aus. Am pointiertesten sind die Schweizer Demokraten gegen die Überbauung. Auf der anderen Seite steht die Unabhängige Volkspartei (UVP) voll hinter einer Umzonung. Für die Parteien kandidieren jedoch lediglich zwei (UVP) respektive drei (SD) Kandidaten, je zwei haben die Smartvote-Umfrage ausgefüllt. Die Bürgerlichen scheinen indes uneins über die Zukunft des Waltramsbergs zu sein. Zur Überbauung eher Nein sagen EVP und SVP, eher Ja CVP und FDP. Innerhalb der Parteien gehen die Meinungen weit auseinander: Bei der CVP haben 11 Kandidaten die Frage mit (eher) Nein, 16 mit (eher) Ja beantwortet. Eine ähnliche Verteilung zeigt sich bei FDP (11/17) und SVP (7/7). Diese Uneinigkeit könnte unter anderem daran liegen, dass die Frage nach Nutzung des Waltramsbergs stark von der persönlichen Betroffenheit der Kandidaten und weniger vom Parteiprogramm abhängt. So wird etwa ein CVPler, der in Rotmonten wohnt, einer Überbauung ablehnender gegenüberstehen als sein Parteikollege aus der Innenstadt. (hae)