Waltramsberg: Ade Spazier-Idylle

Die Stadt St. Gallen hofft mit der geplanten Überbauung am Waltramsberg natürlich auf saftige Mehreinnahmen.

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Die Stadt St. Gallen hofft mit der geplanten Überbauung am Waltramsberg natürlich auf saftige Mehreinnahmen. Nur mit einem dicken Geldsack kann man sich nämlich die Quadratmeterpreise an dieser allerschönsten Lage (Aussicht auf den Alpstein, Stadt und Hügelgebiet und erst noch Sonnenseite) leisten. Immer nur das liebe Geld! Soll dafür unzähligen Leuten einer der schönsten Spazierwege auf den so beliebten Wildpark (mit vielen Steuerfranken erneuert und verschönert) vermiest werden?

Es soll niemand so dumm und blauäugig sein zu glauben, dass nur ein einziger dieser neu angelockten Bewohner zur nächsten Bushaltestelle zu Fuss pilgert, um den öffentlichen Verkehr zu benützen und das täglich und bei jedem Wetter. Die Autoflut mit Luftverpestung wird immer unerträglicher. Ade Spazier-Idylle! Die vom ehemaligen Professor Georg Thürer besungene «Stadt im grünen Ring» wird zu einem miesen Witz. Lassen wir doch unsere einst so schöne Stadt nicht noch mehr verbetonieren. Denken wir einmal nicht nur an die wenigen Profiteure, sondern auch einmal an die vielen Naturfreunde, denen dieser herrliche Spaziergang zur fast täglichen Lebensfreude verhilft!

Sylvia Suter-Bächtold

Guisanstrasse 53

9010 St. Gallen

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