Waldspaziergang im Trockenen

RORSCHACH. Die Ausstellung «Waldeslust» im Forum Würth feierte gestern Vernissage. Mit grossem Interesse begaben sich rund 450 Personen bei dieser Gelegenheit auf einen abwechslungsreichen Spaziergang durch den Mythos Wald.

Stefan Feuerstein
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Während der kommenden zwei Jahre wird im Forum Würth Rorschach gezeigt, wie vielfältig sich Kunstschaffende mit dem Mythos Wald auseinandersetzen. (Bild: Stefan Feuerstein)

Während der kommenden zwei Jahre wird im Forum Würth Rorschach gezeigt, wie vielfältig sich Kunstschaffende mit dem Mythos Wald auseinandersetzen. (Bild: Stefan Feuerstein)

Nur zehn Tage nach dem Ende der ersten Ausstellung im Forum Würth Rorschach wurde am Sonntag bereits die zweite eröffnet. In feierlichem Rahmen fanden sich dabei rund 450 Personen ein, um einen ersten Einblick in die vielfältige Ausstellung zu werfen, in welcher Werke aus drei Jahrhunderten gezeigt werden.

Ansprechend und ästhetisch

Dass die nun eröffnete Ausstellung den Fokus auf das Thema Wald legt, ist gemäss C. Sylvia Weber, Direktorin der Sammlung Würth, auf die Initiative von Reinhold Würth zurückzuführen: «Die Sammlung Würth umfasst zahlreiche Werke, bei denen Künstler ihre Faszination für das Thema Wald auf diverse Art umsetzen.» Nun habe man rund 80 Bilder und Skulpturen von 47 Künstlerinnen und Künstlern ausgesucht, um in den Räumlichkeiten des Forums Würth auch die zweite museale Ausstellung möglichst ansprechend und ästhetisch umzusetzen. «Durch die grosse Sammlung hatten wir die Möglichkeit, uns umfänglich mit dem Thema Wald zu beschäftigen. Dabei entstanden ist ein grossartiger Spaziergang durch den Wald.»

Waldaffine Kunst

Neben C. Sylvia Weber sprachen auch Christoph Graf Douglas, Waldbesitzer und Kunsthistoriker, Jürg Michel, Verwaltungsratspräsident der Würth Management Gruppe, sowie der Kunsthistoriker Oliver Class zum Publikum der Vernissage. Letztgenannter betonte, dass das Forum Würth mit der nun gestarteten Ausstellung nicht nur Bilder und Skulpturen zeige. Stattdessen beschäftige sich die Ausstellung insbesondere mit dem deutschen Wald, einem Urthema der deutschen Kunst. «Die Waldaffinität findet sich in Deutschland vielerorts, sowohl in der Kunst als auch beispielsweise in der Musik.» Dabei gelte es jedoch zu beachten, dass der Wald als Symbol oft doppelgesichtig sei, für die einen schützend, für andere bedrohlich. Entsprechend unterschiedlich wirken auch die Werke, welche im Rahmen der Ausstellung «Waldeslust» gezeigt werden. Die besondere Bedeutung des Themas Wald betonte auch die Direktorin der Sammlung Würth. «Kein Sujet kann den Wald in seiner Vielfalt überbieten», so C. Sylvia Weber. Nun hoffe sie darauf, dass die Auswahl der Werke erneut gefalle und das Publikum in den kommenden zwei Jahren zahlreich erscheine.

Nach der Eröffnung kann die Ausstellung nun bis März jeweils dienstags bis sonntags zwischen 11 und 17 Uhr besucht werden, ab April täglich zwischen 10 und 18 Uhr.

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