Waldkircher Schüler im Kletter-Fieber

WALDKIRCH. Ein gutes Dutzend Schülerinnen und Schüler klettert zu Beginn der Turnstunde an der neuen Boulder-Kletterwand in der Turnhalle Breite in Waldkirch wild durcheinander. Lehrerin Nicole Bühler stellt den Sechstklässlern verschiedene Aufgaben. Einer klettert mit verbundenen Augen.

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Schüler an der Kletterwand. (Bild: Irène Unholz)

Schüler an der Kletterwand. (Bild: Irène Unholz)

WALDKIRCH. Ein gutes Dutzend Schülerinnen und Schüler klettert zu Beginn der Turnstunde an der neuen Boulder-Kletterwand in der Turnhalle Breite in Waldkirch wild durcheinander. Lehrerin Nicole Bühler stellt den Sechstklässlern verschiedene Aufgaben. Einer klettert mit verbundenen Augen. Seine Mitschüler helfen ihm, indem sie sagen, wo er sich am besten festhalten kann. Später wird nach Buchstaben geklettert und gespannt geschaut, wer daraus die meisten Worte legen kann. «Die Kletterwand ist sehr vielseitig einsetzbar», sagt Nicole Bühler. Die Lehrerin klettert privat schon seit einiger Zeit. An einem Teamanlass vor zwei Jahren gerieten auch ihre Kollegen ins «Boulder-Fieber». In der Freizeit plante und baute Nicole Bühler zusammen mit drei weiteren Lehrkräften und Unterstützung der Kletterhalle St. Gallen eine Boulder-Kletterwand.

Klettern ohne Sicherung

«Bouldern bedeutet Klettern auf Absprunghöhe», erklärt Nicole Bühler. Bei der gut 2,5 Meter hohen Kletterwand, die seit den Herbstferien steht, sei keine Sicherung notwendig. «Die dicken Boulder-Matten, die darunter liegen, sorgen dafür, dass nichts passiert.» Dass beim Klettern Bewegungsabläufe gefragt sind, die im Alltag nicht vorkommen, merkten die Schüler durch den Muskelkater, den sie anfangs davon bekamen. Darauf, wie sie die Kletterwand finden würden, antworten die Sechstklässler einstimmig mit «cool». Auch von Kindergärtlern wird die Kletterwand genutzt. Die verschiedenfarbigen Kletter-Routen sind auf die unterschiedlichen Grössen der Kinder abgestimmt.

Zählen an der Kletterwand

Die Kletterwand und die Matten kosteten laut Schulleiter Stephan Blumer rund 3000 Franken. Einen Drittel davon verdienten die Schüler beim Altpapiersammeln, welches jährlich durchgeführt wird. Nach den Sechstklässlern hat eine erste Klasse Turnunterricht. Auch sie begibt sich, wenn auch etwas vorsichtiger, an die Kletterwand. Die Erstklässler kombinieren das Bouldern mit Matheübungen. (iu)