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WALDKIRCH: Volksmusik in die Wiege gelegt

Die Geschwister Sutter gehören zu den erfolgreichsten Folklore-Nachwuchsformationen der Schweiz. Das hat ihnen schon einen Auftritt in Indonesien beschert. Im Januar treten sie nun im SRF bei Nicolas Senn auf.
Nina Rudnicki
Die Geschwister Sutter beim gemeinsamen Proben daheim in Waldkirch. Von links Fabian (14), Stefanie (16), Lukas (18) und Jasmin (19). (Bild: Urs Bucher)

Die Geschwister Sutter beim gemeinsamen Proben daheim in Waldkirch. Von links Fabian (14), Stefanie (16), Lukas (18) und Jasmin (19). (Bild: Urs Bucher)

Nina Rudnicki

redaktiongo

@tagblatt.ch

Welches ihr schönster Auftritt war, darüber sind sich die Geschwister Sutter aus Waldkirch uneinig. Schnell klar ist allerdings, dass ihr spannendster Auftritt jener in Jakarta war. Ein Geschäftsmann hatte sie für einen Auftritt in der indonesischen Hauptstadt gebucht. Es war der am weitesten entfernte Auftritt der Geschwister, die normalerweise mit ihrer Volksmusik vor allem auf heimischen Bühnen auftreten. Hierzulande gehören sie zu den bekanntesten Nachwuchsformationen. Im November dieses Jahres haben sie die Jury des Schweizer Folklore-Nachwuchswettbewerbs überzeugt und sich einen Auftritt in der SRF-Fernsehsendung Viva Volksmusik von Moderator und Hackbrettspieler Nicolas Senn erspielt. Am 27. Januar ist es so weit. «Nervös sind wir nicht, wir haben fast nie Lampenfieber», sagt der 18-jährige Lukas, der Hackbrett spielt. Seine Schwester, die 19-jährige Jasmin, ergänzt: «Aber wir fangen in den nächsten Tagen auch an zu üben.» Sie spielt Schwyzerörgeli. Hinzu kommen Klavier von der 16-jährigen Stefanie und Akkordeon vom 14-jährigen Fabian. Jeden Montagabend üben die Geschwister gemeinsam und an den übrigen Abenden jeder für sich.

Zäuerlen auf dem Wickeltisch gelernt

Volksmusik und Musizieren wurden den Geschwistern Sutter quasi in die Wiege gelegt. Die Eltern, Markus und Ursula Sutter, jodeln selber. Kennen gelernt haben sich die Obwaldnerin und der Innerrhoder an einem Jodlerabend. In Waldkirch lebt die Familie, weil Markus Sutter als 21-Jähriger die Gelegenheit bekam, in der Gemeinde einen Bauernhof zu erwerben. Bereits der Obwaldner Grossvater Hans Enz war in der Volksmusikszene bekannt. Er war der langjährige Handorgelbegleiter von Ruedi Rymann, einem weltweit erfolgreichen Schweizer Jodler.

«Ich glaube, nur wenn man von klein auf mit Jodeln aufwächst, geht das so richtig ins Blut über», sagt Ursula Sutter. «Da kann man nicht anders, als selber anfangen zu jodeln.» Ursula Sutter tritt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern unter dem Namen «Jodlerfamilie Sutter» auf. Bei diesen Familienauftritten ist auch das jüngste Kind, die sechsjährige Leandra mit dabei, die jeweils ihr Wickeltisch-Zäuerli singt. So heisst das Stück, da dieses jeweils alle Kinder auf dem Wickeltisch gelernt haben.

Jeden Auftritt dokumentiert Ursula Sutter in einem Fotoalbum. Nebst Erinnerungen wie Konzertprogrammen und Fotos sind auch sämtliche Zeitungsberichte eingeklebt. Deren Zahl ist äusserst ansehnlich. Es gibt beispielsweise eine Reportage in der Zeitschrift Land&Musig, einen Artikel im «Blick», in dessen Schlagzeile Fabian als «der jüngste Juchzer» am Eidgenössischen Jodlerfest bezeichnet wird, sowie zahlreiche lokale Berichte und Meldungen zu Radio- und Fernsehauftritten.

2018 bereits für über 20 Auftritte gebucht

Im kommenden Jahr wird das Album der Musikerfamilie sehr rasch dicker werden: Über 20 Termine und Auftritte stehen 2018 bereits an. Sowohl die Jodlerfamilie Sutter als auch die Geschwister Sutter sind an diversen Jodlerabenden, an einer 1.-August-Feier sowie an privaten Festen wie Hochzeiten gebucht. Am liebsten spielen die Geschwister allerdings vor grossem Publikum wie beispielsweise vor zwei Jahren am Klewenalp-Open-Air vor rund 2500 Personen. «Das macht einfach am meisten Spass», sagt Fabian.

Ein Geheimtipp der Geschwister Sutter für wichtige Auftritte ist, locker bleiben, nicht zu verbissen an eine Sache herangehen, aber dennoch etwas wagen. So waren sie am Schweizer Folklore-Nachwuchswettbewerb et­wa die einzigen, die im Final mit dem Stück «Quöllfrisch» des Hackbrettspielers Roman Brülisauer einen anderen Titel spielten als in den Vorrunden. Die Geschwister sind sich einig: «Damit haben wir die Jury überzeugt. Dass wir uns dafür entschieden haben, hat sich ausgezahlt.»

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