WALDKIRCH: Trotz Rückzieher auf Wahlzettel

Zwei Waldkircher Gemeinderäte werden im Mitteilungsblatt als Kandidaten für das Präsidium genannt. Einer von ihnen, Guido Brühlmann, hat sich aber bereits wieder zurückgezogen. Aus persönlichen, nicht näher genannten Gründen.

Johannes Wey
Drucken
Teilen
Drei Kandidaten wollen im Herbst Gemeindepräsident Franz Müllers Platz einnehmen. (Bild: Michel Canonica)

Drei Kandidaten wollen im Herbst Gemeindepräsident Franz Müllers Platz einnehmen. (Bild: Michel Canonica)

WALDKIRCH. Für Guido Brühlmann ist der Wahlkampf vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat. Im Waldkircher Mitteilungsblatt wird der SVP-Gemeinderat als Kandidat für das Präsidium gelistet, nur wenige Seiten weiter hinten teilt er in einem Inserat mit, die Kandidatur zurückzuziehen. Als Grund dafür nennt Brühlmann persönliche Gründe, auf die er nicht näher eingehen wolle. «Als Gemeinderat trete ich aber gerne wieder an», hält er fest. Trotz seines Rückzugs rechnet er dennoch damit, bei der Wahl für das Gemeindepräsidium vom 25. September die eine oder andere Stimme zu erhalten. Denn Brühlmanns Name wird auf dem Wahlzettel der Gemeinde aufgeführt sein. Die Frist für Wahlvorschläge lief am 4. Juli ab, seinen Verzicht erklärte der Logistiker und Landwirt, der im Februar auch in den Kantonsrat gewählt wurde, erst danach.

Partei winkte ab

Vor seiner Kandidatur hatte sich Brühlmann auch bei der überparteilichen Findungskommission beworben. Diese schlug Mitte Mai Sandro D'Antuono (CVP) und Aurelio Zaccari (FDP) als Kandidaten für die Wahl ins Gemeindepräsidium vor. Interesse angemeldet hatten anfangs 20 Personen, vertiefte Gespräche führte die Findungskommission mit vier davon. Brühlmanns Partei, die SVP, habe früh klargemacht, dass sie die Kandidaten der Findungskommission unterstützen werde. «Nichtsdestotrotz konnte ich mir gut vorstellen, das Amt des Gemeindepräsidenten zu übernehmen. Daraus habe ich auch kein Geheimnis gemacht», sagt Brühlmann. Wohl deswegen hätten einige Waldkircher für ihn «zu weibeln» begonnen und die nötigen Unterschriften für den nun hinfälligen Wahlvorschlag gesammelt.

Drei Kandidaten verbleiben

Während sich Brühlmann zurückzieht, bleibt es bei der Gemeindepräsidiums-Kandidatur seines Gemeinderatskollegen Daniel Fürer. Der Parteilose kandidiert ebenfalls unabhängig von der Findungskommission. Fürer wurde im Frühling 2014 in stiller Wahl in den Gemeinderat gewählt, nachdem sich lange keine Kandidaten finden liessen – Fürers eigene Kandidatur kam damals zu spät für den offiziellen Wahlzettel. Für die Wiederwahl in den Gemeinderat tritt er im Herbst ebenfalls an.

Mit Fürer, D'Antuono und Zaccari wollen nun also drei Politiker Nachfolger von Gemeindepräsident Franz Müller werden. Wie Aurelio Zaccari lebt auch Daniel Fürer in Bernhardzell, die beiden wohnen sogar an derselben Strasse. Wen von beiden die IG Bernhardzell (IGB) unterstützt, ist noch nicht bekannt.

Kampfwahlen auch für Schulrat

Auch für andere Ämter wird es Kampfwahlen geben. Die Kandidaturen von Gemeinderätin Susanne Roth (FDP) und Christian Frei (CVP) für das Schulratspräsidium sind schon länger bekannt. Auch die übrigen Sitze im Schulrat sind begehrt, für die sechs Sitze gibt es acht Kandidaturen. Nebst den bisherigen Stefan Giezendanner (IGB), René Keller (IGB) und Sandra Luder (CVP) treten Irene Helg (Landverein Tannenberg), Marcel Huwiler, Priska Keller (beide parteilos) Simon Rentzmann (FDP) und Stefan Simeon (IGB) an, wie dem Mitteilungsblatt zu entnehmen ist.

Für die Geschäftsprüfungskommission gibt es gleich viele Kandidaturen wie Sitze. Neu treten Beat Bachmann (SVP), Corinne Hollenstein (FDP) und Ivo Iglowstein (CVP) zur Wahl an.

Daniel Fürer Kandidat Waldkircher Gemeindepräsidium (Bild: pd)

Daniel Fürer Kandidat Waldkircher Gemeindepräsidium (Bild: pd)

Guido Brühlmann Hat seine Kandidatur zurückgezogen. (Bild: pd)

Guido Brühlmann Hat seine Kandidatur zurückgezogen. (Bild: pd)

Bild: JOHANNES WEY

Bild: JOHANNES WEY