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WALDKIRCH: Tannehüsli wird Fiorino

Die Kindertagesstätte Tannehüsli wird in neue Hände gegeben. Weil die Struktur der Kita nicht mehr den Anforderungen genügt, übernimmt ab Mai die Fiorino AG.

Die Kindertagesstätte Tanne­hüsli in Waldkirch wird seit 2009 von einem ehrenamtlichen Trägerverein geführt. Der Ge­meinderat unterstützt diesen Trägerverein seither mit einem Defizitbeitrag von jährlich 40000 Franken. Wie der Gemeinderat nun bekannt gab, zeigt eine Analyse der Kita Tanne­hüsli, dass die dünne Personaldecke im Betrieb, aber auch die ehrenamtliche Führung den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werde.

«Der Trägerverein kann die zunehmende zeitliche Beanspruchung auf Dauer nicht mehr bewältigen und auch die finanzielle Verantwortung nicht länger tragen», schreibt die Gemeinde. Die Anforderungen an die Führung und den Betrieb von Kitas hätten sich in den vergangenen Jahren zudem deutlich verändert. Die Auflagen und Anforderungen der Kantone und der Subventionsgeber an die Trägerschaften seien stark gestiegen. «Die aktuelle Führungs- und Finanzierungsstruktur der Kita Tannehüsli genügt diesen Anforderungen nicht mehr», heisst es weiter.

Der Kita-Vorstand hat den Gemeinderat laut Mitteilung erstmals Mitte März 2017 über diese Situation orientiert. Dabei sei klar geworden, dass die aktuelle Situation kurzfristige Massnahmen erfordere, nicht zuletzt auch, um eine Schliessung zu verhindern. Der Gemeinderat hat sich nun dazu entschieden, mit der Fiorino AG die Übernahme kurzfristig zu sichern und den Erhalt der Kindertagesstätte in Waldkirch damit ohne Unterbruch sicherzustellen.

Verein wird nach Überführung aufgelöst

Die Fiorino AG führt bereits mehrere Krippenstandorte in der Region, unter anderem in der Nachbargemeinde Gaiserwald. Sie arbeitet auf Basis von Leistungsvereinbarungen mit der Gemeinde zusammen. Dabei werden Zielsetzungen und Budgets für den jährlichen Betrieb ausgehandelt. Mit der Übergabe in eine professionelle Organisation seien allerdings auch höhere Kosten verbunden, schreibt die Gemeinde. Für die Planung und Organisation der kurzfristigen Betriebsübergabe der Kita an die Fiorino AG, die per 1. Mai vorgesehen ist, werden Kosten von rund 65000 Franken ausgelöst. Diese beinhalten laut Mitteilung die sofortige Vorbereitung zur Betriebsübergabe sowie die Übernahme des Personals und aller Vertragsverpflichtungen. Die Kosten der Übernahme werden über das Vereinsvermögen der Kita finanziert. Der Verein wird nach der Überführung aufgelöst. Kosten, die über das Vereinsvermögen hinausgehen, müssen über die Gemeinde abgerechnet werden.

Es würden weitere Abklärungen folgen, um über die Finanzierung mittels einer Leistungsvereinbarung für die kommenden Jahre entscheiden zu können, schreibt die Gemeinde. Für den Abschluss einer solchen Leistungsvereinbarung wäre je nach Ausgabenhöhe eine Volksabstimmung nötig. (pd/woo)

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