Waldkirch setzt auf Wasserkraft statt Atomstrom

Der Gemeinderat Waldkirch hat eine Reihe von Massnahmen zur Nutzung und Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet. Der Atomstromanteil im Strommix soll hauptsächlich durch Strom aus Wasserkraft ersetzt werden.

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WALDKIRCH. Die Gemeinde Waldkirch verbessert ihren Strommix zugunsten von erneuerbaren Energien: Ab 2012 will sie nach Möglichkeit auf Atomstrom verzichten. Durch den Zukauf von Zertifikaten könne der Stromanteil aus nicht erneuerbaren Energien hauptsächlich in Strom aus Wasserkraft umgewandelt werden, teilt der Gemeinderat mit. Der Zertifikatseinkauf kostet rund 30 000 Franken.

Ausserdem bezieht die Gemeinde ab Januar 2012 für ihre Gebäude – Gemeindehaus, Werkhof, Schulanlagen und so weiter – Ökostrom. Es handelt sich zu hundert Prozent um Strom aus Wasserkraftwerken. Der Mehraufwand hierfür beträgt rund 8000 Franken.

Zudem wird der Bau und die Förderung von Photovoltaikanlagen forciert: Die südliche Dachhälfte des Primarschulhauses Breite wird mit einer Solarstromanlage ausgerüstet. Ausserdem wird die Fläche der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkhofes Buechwisen verdoppelt.

Private, die Solarstrom produzieren, aber nicht im Rahmen des KEV-Programms des Bundes entschädigt werden, erhalten von der Gemeinde neu eine höhere Einspeisevergütung: Bisher betrug die Vergütung 15 Rappen pro Kilowattstunde, neu zahlt die Gemeinde 20 Rappen. Zusätzlich werden sämtliche Kosten für Messdienstleistungen für Strom aus erneuerbaren Energiequellen von der Elektra Waldkirch übernommen. KEV-Produzenten sind auch hier ausgenommen. (pd/av)

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