WALDKIRCH: Letzte Unsicherheiten klären

Schule Schon bald stimmen die Bürger in Waldkirch über den Schulhausneubau Breite ab. Am Montag haben die Bewohner nochmals die Gelegenheit erhalten, offene Fragen beantworten zu lassen.

Perrine Woodtli
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Am 26. März wird über den Schulhausneubau abgestimmt. (Bild: Urs Bucher)

Am 26. März wird über den Schulhausneubau abgestimmt. (Bild: Urs Bucher)

Perrine Woodtli

perrine.woodtli

@tagblatt.ch

Dass das Interesse am Projekt Breite gross ist, war bereits im Vorfeld klar. Schliesslich handelt es sich bei dem Schulhausneubau in Waldkirch um ein bedeutendes Projekt, über dessen Kredit die Stimmbürger am 26. März entscheiden. Rund 250 Bewohner erschienen am Montagabend zum Informationsanlass. Laut Gemeindepräsident Aurelio Zaccari diente der Anlass dazu, allfällige Fragen zu klären. Er betonte, wie wichtig dieses Zukunftsprojekt für die Gemeinde sei. «Eine gute Schule ist ein klarer Standortvorteil.»

Zuerst stellten sich die Mitglieder der Baukommission den Fragen von Moderator Thomas Ammann. Er sprach unter anderem die Baustellensituation auf dem Schulareal an. Ein Thema, das vor allem Eltern interessieren dürfte. Laut Projektleiter Andreas Bauer werde die Baustelle inklusive der Baustellenzufahrt klar vom Schulbetrieb getrennt, so dass keine Gefährdung für die Kinder bestehe. Christian Tresch, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Waldkirch, erklärte, warum eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach installiert werden soll. «Man möchte nicht nur einen geringeren Energieverbrauch, sondern auch selber Energie produzieren», sagte Tresch und betonte, dass die Anlage jährlich Strom für rund 30 Haushalte produzieren könnte.

Zweifel an Schülerzahlen

Nachdem die Fragen des Moderators beantwortet waren, kam das Publikum zum Zug. Paul Scheiwiller wollte wissen, wie garantiert werden könne, dass in 20 Jahren noch genügend Schüler für das neue Schulhaus vorhanden seien. «Es kann nicht sein, dass als Konsequenz der Schulstandort Bernhardzell aufgelöst wird», sagte Scheiwiller. Weil oberhalb von Waldkirch nicht gebaut werden kann und auch nicht verdichtet gebaut wird, zweifelte Scheiwiller daran, die nötigen Schülerzahlen halten zu können. Baukommissionspräsident Andreas Bolzern räumte ein, dass man heute nicht sagen könne, wie viele Schüler es in 20 Jahren haben wird. «Es müssten allerdings viel weniger Schüler sein, bis mehrere Klassen geschlossen werden.» Der Gemeinderat sei daran, Lösungen zu realisieren, wie der Wohnraum erweitert werden könnte, sagte Schulratspräsidentin Susanne Roth. Scheiwiller aber zeigte sich überzeugt, dass man mehr unternehmen müsse, um in Zukunft die nötigen Schülerzahlen vorweisen zu können. Ammann nahm dies humorvoll als eine Aufforderung an die jüngeren Bewohner auf.

Eine weitere Frage aus dem Publikum drehte sich um den Mollenwiesbach, der bei einer Übertretung eine Gefahr darstellen könnte für das Schulhaus. Laut Zaccari läuft derzeit ein Projekt zu den Hochwasserschutzmassnahmen – unabhängig vom Projekt Breite. «Der Bach wird saniert. So fallen gleich weniger Schutzmassnahmen beim Schulhausbau an», sagte Zaccari. «Gewisse Eingänge und Fenster werden speziell gesichert», ergänzte Architektin Anne Uhlmann.

Ein Zuhörer wollte zudem wissen, was mit dem Haus des Kindergartens Steig passieren würde. Wegen anstehender Sanierungen wolle die Gemeinde das Haus bei einem positiven Abstimmungsergebnis verkaufen, sagte Zaccari. Da dieses nicht in einer Schutzzone steht, dürfe der Käufer das Haus abreissen.

Zaccari hoffte am Ende des Anlasses, dass «nun alle ein gutes Gefühl für die Abstimmung haben». Ansonsten stehe man jederzeit für Fragen zur Verfügung. In Bernhardzell wird heute ebenfalls über das Projekt Breite informiert. Der Anlass findet um 20 Uhr im Pfarreiheim statt.