Waldkirch lebt mit Post-Entscheid

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Waldkirch Das Bedauern über die Poststellen-Schliessung ist bei den Waldkirchern zwar gross, dennoch sind sich viele einig, dass die Entwicklung der Post unaufhaltsam ist. Zumindest zeigen das einzelne Reaktionen, die an den Gemeindepräsidenten Aurelio Zaccari herangetragen wurden. «Von den Möglichkeiten, die zur Auswahl standen, ist die Umwandlung in eine Postagentur im Volg die wohl beste», sagt Zaccari. In den Gesprächen, die mit der Post geführt wurden, habe der Gemeinderat versucht, die Dienstleistungen sowohl auf die Privat- als auch auf die Geschäftskunden abzustimmen. «Das neue Angebot bringt auch Vorteile», sagt Zaccari. Als Beispiel nennt er die längeren Öffnungszeiten. Ausserdem werde dadurch der Dorfladen gestärkt. Die Post habe zudem versichert, dass keine Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Gemeindepräsident räumt aber auch ein, dass mit gewissen Dienstleistungen künftig auf andere Postfilialen ausgewichen werden müsse. Oder dass zumindest eine Besprechung des Auftrags mit der Postagentur nötig sei. Den Dialog wünscht sich Zaccari auch mit Bürgern, die mit dem neuen Angebot der Post nicht zufrieden sein sollten. «Wir stehen mit der Post in engem Kontakt und werden die Anliegen entsprechend weiterleiten.»

Die Poststelle habe ganz nebenbei stets Leben in die Gemeinde gebracht, sagt Thomas Dörig, Gewerbevereinspräsident Waldkirch-Bernhardzell. «Es war ein Treffpunkt, speziell auch für weiter weg wohnende Personen.» Dörig bedauert die Schliessung, freut sich aber auf die Stärkung des Volgs. Auch wenn die Agentur die beste Lösung aller Alternativen sei, werde die Handhabung komplizierter ausfallen als bisher. «Immerhin sollen die Postfächer bestehen bleiben, wie ich gehört habe.» (ad)