WALDKIRCH: Im Frühling ist Anpfiff

Im März wird über einen Planungskredit für eine neue Sportstätte abgestimmt. Der FC Oranje ändert Namen und Logo, um der Vorlage zum Durchbruch zu verhelfen.

Christina Dietze
Drucken
Teilen
Der Ball um eine Sportstätte in Waldkirch wird im Januar neu ins Rollen gebracht. (Bild: Michel Canonica)

Der Ball um eine Sportstätte in Waldkirch wird im Januar neu ins Rollen gebracht. (Bild: Michel Canonica)

Christina Dietze

christina.dietze@tagblatt.ch

Der FC Oranje wechselt per 1. Januar 2017 seinen Namen. Künftig wird der Fussballclub als FC Waldkirch–Bernhardzell Tore schiessen, foulen, im Abseits stehen, verlieren und siegen. «Der Namenswechsel soll das Image des Vereins weiter verbessern», sagt Andy Sager, Präsident des FC Oranje. Dies kann an der Bürgerversammlung Ende März 2017 helfen, wenn Stimmberechtigte voraussichtlich über einen Planungskredit im fünfstelligen Bereich entscheiden. Aber mit dem neuen Logo soll auch auf die neue Situation der Junioren im Verein hingewiesen werden.

Es ist der zweite Anlauf des FC Oranje und des TSV Waldkirch, eine Sportstätte in Waldkirch zu errichten. 2008 wurde die auf rund 1,7 Millionen Franken budgetierte Stätte von den Stimmberechtigten knapp versenkt. Kritikpunkte waren damals die hohen Kosten und der vorgesehene Standort im Gebiet Breiten (Tagblatt vom 23. Oktober 2015). Anfang Januar werde dem Gemeinderat ein neu ausgearbeitetes Gesamtkonzept vorgelegt, wie Andy Sager sagt. Dieses soll anschliessend für die Öffentlichkeit einsehbar sein. «Der Standort könnte die Gretchenfrage des Projektes sein», sagt Sager. Wo sich dieser im neuen Konzept befinden werde, ist noch unklar. Der Standort Breiten sei eine Möglichkeit unter vielen.

Engagement für Junioren steigere Image

Sager rechnet sich gute Chancen aus, dass der Planungskredit für die Sportstätte im Frühling angenommen wird. «Die kritischen Stimmen von 2008 wurden weniger.» Grund dafür sei der Einbezug verschiedener Vereine bei der Neuplanung und der bessere Ruf des Fussballclubs, der aufgrund einer höheren Präsenz bei Vereinsanlässen gestiegen sei. «Vor zwölf Jahren hatten wir das Image eines Aussenseitervereins», so Sager. Mit dem neuen Namen FC Waldkirch-Bernhardzell zeige der Verein eine stärkere Identifikation mit den beiden Dörfern der Gemeinde. Dies widerspiegle sich auch in den neuen Farben, die sich aus den Wappen der Dörfer zusammensetzen.

Die Junioren des Vereins waren schon vor einem Jahr in den Schlagzeilen. Wegen eines fehlenden Rasenplatzes wurde eine Mannschaft aufgelöst, und die betroffenen Jugendlichen mussten auf umliegende Vereine ausweichen. Vergangenen Sommer wechselten einige der Junioren erstmals in die Meisterschaftsliga. Dies, weil die Aktivmannschaft in die 5. Liga aufsteige. «Unser Ansehen in der Gemeinde ist enorm gestiegen, auch wegen des Einsatzes für die Jugendlichen», sagt Sager. So seien die Veränderungen bei den Junioren mit ein Hauptgrund für das neue Logo. Zusätzlich soll der neue Namen helfen, den Ruf des Vereins weiterhin zu steigern. Dies erhöhe auch die Wahrscheinlichkeit eines Ja bei der Abstimmung im März.

Ein Ja hängt auch von den Vereinen ab

Nachdem das Sportstätten-Projekt 2008 vorerst vom Tisch war, lancierten der FC Oranje und der TSV Waldkirch 2015 eine Petition. Zusammen mit lokalen Vereinen haben sie über 300 Unterschriften gesammelt. Daraufhin bildete sich eine Arbeitsgruppe, die den neuen Gesamtplan ausarbeitet. Nebst Vertretern der Vereine sind auch die Gemeinderäte Daniel Fürer und Christof Wirth dabei. In einer Onlineumfrage wurde vergangenen Mai die Meinung der Einwohner eingeholt. «Diese ist positiv ausgefallen. Die Mehrheit der Teilnehmer war für eine Sportstätte», sagt Sager. Ob der Kredit im März angenommen werde oder nicht, hänge auch stark von den Vereinen ab. «Und davon, auf wie viele ihrer Forderungen im Gesamtplan eingegangen wird.»