WALDKIRCH: Grümpeliverein wird seriös

Von FC Oranje zu FC Waldkirch-Bernhardzell: Der Fussballclub feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einem Namenswechsel. Im Jubiläumsjahr steht zudem die Sportstättenplanung im Fokus des Vereins.

Manuela Bruhin
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Junioren des FC Waldkich-Bernhardzell trainieren in der Turnhalle Bünt. Der Verein setzt sich für eine grössere Rasenfläche ein. (Bild: Urs Bucher)

Junioren des FC Waldkich-Bernhardzell trainieren in der Turnhalle Bünt. Der Verein setzt sich für eine grössere Rasenfläche ein. (Bild: Urs Bucher)

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch

Rechtzeitig zum 20-jährigen Bestehen hat sich der FC Oranje einen neuen Namen zugelegt. Dieser klingt nüchtern: FC Waldkirch-Bernhardzell. Damit wird ein Imagewandel angestrebt: «Wir waren lange als Grümpelimannschaft bekannt. Es fehlte ein wenig an Anziehungskraft», sagt Vereinspräsident Andy Sager. Ausserdem soll mit der neuen Namensgebung die Verankerung in den beiden Dörfern verdeutlicht werden. Bisher seien die Rückmeldungen positiv ausgefallen. Auch diejenigen der Sponsoren: Alle Unterstützungsbeiträge konnten kürzlich mit dem örtlichen Gewerbe abgedeckt werden.

Vor 20 Jahren entstand der Verein aus einer «Grümpelimannschaft» heraus. Lediglich sieben Spieler, darunter der spätere erste Präsident, Roland Mattle, teilten damals die Freude am Fussball. «Um die Aufgaben besser zu verteilen und die finanzielle Seite ein wenig abzufedern, wurde kurzerhand ein Verein gegründet», sagt Sager. In den ersten Jahren nahm der neugegründete Verein an verschiedenen Grümpeliturnieren teil – und zwar in den charakteristischen orangen Shirts: Der Grundstein für die Namensgebung des FC Oranje war gegeben.

Geselligkeit bringt ­Nachwuchs

Als Teenager stiess auch Andy Sager, der den Verein mittlerweile seit fünf Jahren präsidiert, zur Mannschaft. «Das Kollegiale stand damals bereits im Vordergrund», erinnert er sich. Das gemütliche Beisammen sei auch mit ein Grund für den Erfolg des Vereins und seinem regen Zulauf an Nachwuchs. «Unser Verein ist offen für jedermann. Dabei geht es nicht nur ums Talent, sondern es entwickeln sich Freundschaften», sagt Sager.

Mit rund 100 Mitgliedern inklusive vielen Nachwuchstalenten blickt er positiv in die Zukunft – sportlich zumindest. Auf der politischen Seite gilt es noch eine wichtige Hürde zu nehmen. Die Sportstättenplanung ist in Waldkirch seit vielen Jahren ein Thema. Der Vereinspräsident hofft, dass im Jubiläumsjahr diesbezüglich weitere Grundsteine gelegt werden können. «Das Projekt ist für uns wegweisend», sagt er. Im Bereich der E- und F-Junioren reiche das Rasenspielfeld der Turnhalle Bünt grössenmässig noch aus. «Bereits bei den D-Junioren ist aber ein grösseres Feld die Voraussetzung.»

Werde das Projekt bachab geschickt, könne auch kaum eine Verjüngung stattfinden. Ein Grundlagenpapier zu den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Vereine liegt derzeit beim Gemeinderat und soll demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Metzgete, Showeinlagen und neue Ausrüstung

Unter dem Motto «Di letschti Sau» steht kommenden Samstag von 10.30 bis 21.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Bernhardzell den ganzen Tag wieder das gemütliche Beisammensein im Vordergrund.

Während die Vereinsmitglieder an der Jubiläums-Metzgete das Essen servieren und Getränke bereitstellen, werden den Besuchern kurze Showeinlagen sowie die neue Ausrüstung der Spieler präsentiert.