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Waldkirch geht in die zweite Runde

Bei drei Kandidaten war es absehbar, dass niemand das absolute Mehr auf Anhieb schafft. Enttäuscht ist keiner. Alle treten auch wieder an.
Corinne Allenspach

Wenn eine Gemeinde nach rund 26 Jahren erstmals wieder einen neuen Gemeindepräsidenten wählt und sich gleich drei Kandidaten zur Wahl empfehlen, sollte dies die Stimmbürger eigentlich in Scharen an die Urne locken. Noch vergangenen Dienstagnachmittag sah das gar nicht danach aus. Lediglich 29 Prozent der Wahlberechtigten hatten bis dato abgestimmt. In letzter Minute haben die Waldkircher und Bernhardzellerinnen dann doch noch Gas gegeben. Das Resultat: Stolze 60 Prozent Wahlbeteiligung fürs Gemeindepräsidium. Der höchste Wert in der Region St. Gallen-Gossau.

Schon in sechs Wochen wird wieder gewählt

Was bei drei Kandidaten voraussehbar war, hat sich bewahrheitet. Keiner schaffte auf Anhieb das absolute Mehr von 718 Stimmen. Am meisten Stimmen konnte Aurelio Zaccari (FDP), Leiter der kantonalen Notrufzentrale, auf sich vereinen, nämlich 493, gefolgt von Treuhänder Sandro D'Antuono (CVP) mit 445 und dem parteilosen Leiter Avor Daniel Fürer mit 423 Stimmen. Auch die Kandidaten selber gingen von einem zweiten Wahlgang aus, wie sie gestern auf Anfrage sagten. Angesetzt ist dieser bereits in sechs Wochen, auf den 6. November. Und alle drei wollen dann erneut antreten. Aurelio Zaccari freut sich sehr, dass er am meisten Stimmen erhalten hat. «Ich werde mit Überzeugung für den zweiten Wahlgang antreten.» Zaccari ist überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger in erster Linie die Person wählen, hinter der sie stehen können, und erst in zweiter Linie die Partei.

«Sehr positiv überrascht» über sein Resultat ist Daniel Fürer. Obwohl er parteilos ist und von der überparteilichen Findungskommission nicht empfohlen wurde, fehlten ihm nur gut 20 Stimmen auf Sandro D'Antuono. «Das zeigt mir das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in meine Person», sagt Fürer. Was ihn ebenfalls sehr freue, sei sein gutes Resultat als Gemeinderat. Dort erreichte er die zweitmeisten Stimmen. «Das zeigt, dass die Bürger meine bisherige Arbeit schätzen.»

Sandro D'Antuono ist erstaunt, dass Daniel Fürer so viele Stimmen erhalten hat und dass damit die Resultate aller drei Kandidaten so nahe beieinander liegen. Auf sein eigenes Resultat angesprochen vermutet er, Stimmen gekostet habe ihn, dass er sich bisher zu wenig konkret geäussert habe in der Schulfrage: «Ich bin grundsätzlich für einen Schulhausneubau. Er muss aber finanziell tragbar sein.»

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