Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WALDKIRCH: «Es ist mehr als ein Schulbau»

Das Projekt «Breite», das einen Schulhausneubau in Waldkirch vorsieht, geht in die entscheidende Phase. Ende März stimmen die Bürger über den Kredit ab. Bis dahin wollen die Behörden Zweifel beseitigen.
Angelina Donati
Im geplanten Schulhaus-Neubau sollen auch Mehrzwecksaal und Bibliothek Platz finden. (Bild: pd (Visualisierung))

Im geplanten Schulhaus-Neubau sollen auch Mehrzwecksaal und Bibliothek Platz finden. (Bild: pd (Visualisierung))

Eines der bedeutendsten Projekte der Gemeinde Waldkirch nimmt konkrete Formen an. Nach jahrelanger Planung feilt der Gemeinderat nun am abschliessenden Gutachten für den Schulhausneubau. Das detaillierte Dokument umfasst 24 Seiten und soll in wenigen Tagen in die Haushalte gelangen. Daneben wird in Newslettern, auf einer eigens erstellen Internetseite sowie an Veranstaltungen über den aktuellen Stand informiert. «Damit wollen wir Transparenz schaffen», sagt Aurelio Zaccari, Gemeindepräsident Waldkirch.
Der Gemeinderat sei sich aber auch bewusst, dass mit den zahlreichen Detailinformationen, die verbreitet werden, auch die Diskussionen entfacht werden. Etwas früh gelangte wohl der erstgenannte Kredit für den Neubau von elf Millionen Franken an die Öffentlichkeit. «Es handelte sich um eine erste grobe Kostenschätzung, welche noch vor dem Vorliegen des Siegerprojektes und des konkreten Raumkonzepts kommuniziert wurde. Ebenfalls noch nicht mit einbezogen waren damals die Abläufe und Prozesse des Schulbetriebs sowie die Bedürfnisse der Vereine und der Öffentlichkeit», sagt Schulratspräsidentin Susanne Roth. Dies habe man später mit breit abgestützten Subkommissionen durchgeführt «und das Optimum herausgeholt».

Schule ist ein wichtiger Faktor für Zuzüger
Entstanden sei nun ein Projekt, das weit mehr als nur einen Schulhausneubau vorsieht, wie sich der Gemeindepräsident und die Schulratspräsidentin einig sind. Beide sind vollends überzeugt vom Projekt. «Zum einen wird der Bau den Anforderungen des heutigen Schulbetriebs gerecht, zum anderen profitieren die Vereine vom Mehrzwecksaal und die Öffentlichkeit von der grosszügig gestalteten Gemeindebibliothek», sagt Susanne Roth. Alles in allem eine auf Waldkirch perfekt abgestimmte Lösung. Auch wenn heute davon ausgegangen wird, dass das gesamte Bauprojekt 17,5 Millionen Franken kosten wird, sei es eine erschwingliche Variante. «Einen Luxusbau wollten wir von Anfang an nicht», sagt die Schulratspräsidentin. Leisten aber könne sich die Gemeinde die Investition ohne Steuerfusserhöhung, wie Zaccari sagt. «Waldkirch steht finanziell gut da.»

Der Entscheid für einen Neubau sei der richtige, betonen Zaccari und Roth. Denn sowohl der Kindergarten Steig, der im ehemaligen Sekundarschulhaus beheimatet ist als auch der 60-jährige Gebäudetrakt des Primarschulhauses müssten demnächst saniert werden – und auch das würde Millionen kosten. Kommt hinzu, dass bei einer Sanierung vielen räumlichen Anforderungen nicht entsprochen werden könnte. Mit der Zusammenführung des Kindergartens und der Primarschule würden ausserdem Synergien genutzt und der Betrieb optimiert.

«Bei Zuzügern nimmt die Schule eine zentrale Rolle ein», sagt der Gemeindepräsident. «Bestimmt ist auch der Steuerfusssatz einer Gemeinde ein wichtiger Faktor. Familien mit schulpflichtigen Kindern achten aber sehr stark auf eine gutgeführte Schule und deren Standort.» Über den Kredit wird am 26. März abgestimmt. In einem Zusatzantrag entscheiden die Stimmbürger, ob auf dem Schulhausdach eine Photovoltaikanlage für 435'000 Franken installiert werden soll.

An Schulstandort in Bernhardzell festhalten
Um die Bevölkerung aus erster Hand zu informieren und mögliche Zweifel aus dem Weg zu räumen, führt die Gemeinde am 6. März in Waldkirch und am 8. März in Bernhardzell Informationsveranstaltungen durch. «Es gibt Stimmen, die mit dem Neubau in Waldkirch die Auflösung des Schulstandorts in Bernhardzell vermuten. Das aber trifft auf keinen Fall zu», sagt Zaccari. Mit dem Neubau schaffe man keine Reserveräume, das Bauprojekt sei auf die aktuellen Schülerzahlen des Dorfs Waldkirch ausgerichtet. Im Schulhaus in Bernhardzell sei im Jahr 2011 eine Schulerweiterung erfolgt und an diesem Standort müsse auch zwingend weiter festgehalten werden. «Nur so können die beiden Dörfer attraktiv bleiben.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.