Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WALDKIRCH: Ein Traumschulhaus

Das Projekt «Breite» in Waldkirch beschäftigt nicht nur die Bevölkerung. Die Kinder der Primarschule Waldkirch setzen sich gestalterisch mit dem Schulhausneubau auseinander.
Ein von Schülern gestaltetes Plakat. (Bild: Laura Widmer)

Ein von Schülern gestaltetes Plakat. (Bild: Laura Widmer)

Die Infotafel zeigt bemalte Puzzleteile, gruppiert um das Motto «Meine Traumschule». Es ist nicht das erste Projekt, welches dort ausgestellt ist. Im Lehrerteam sei die Idee aufgekommen, sich in den Klassen gestalterisch mit dem Neubau des Schulhauses zu beschäftigen, sagt Stephan Blumer, Schulleiter der Primarschule Waldkirch-Bernhardzell.

In den vergangenen Monaten haben sich die Schülerinnen und Schüler im bildnerischen Gestalten mit dem Projekt «Breite» auseinandergesetzt, das in Waldkirch hochaktuell ist. Bei der Umsetzung seien die Lehrpersonen sehr frei gewesen, die Koordination sei dann durch die Schulleitung erfolgt. So wurde eine thematische Vielfalt sichergestellt und Wiederholungen vermieden.

Das gestalterische Projekt sei in einem grösseren Zusammenhang zu verstehen, sagt Blumer. «Die Kinder sind direkt vom Neubau betroffen.» Ausserdem gehöre es zum Lehrplan, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit der Wohngemeinde und ihren Institutionen, wie auch der Schule, vertraut machten und diese kennen lernten.» Er sei überrascht, wie unterschiedlich und farbenfroh die entstandenen Arbeiten seien. Nicht nur Texte und Zeichnungen zum Neubau waren zu sehen: Eine Klasse drehte mit Legosteinen einen Film vom Abbruch und Neubau eines Schulhauses, eine andere schmückte im Stil des österreichischen Künstlers und Architekten Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) einen Umriss der Schule.

Aspekte des Hausbaus thematisieren

Auch dreidimensional näherte sich eine Unterstufenklasse dem Thema an. Aus Eierkartons und einem Holzgerüst baute sie ein Haus, gerade so hoch, dass Erstklässler darin stehen können. Es ist jetzt im ersten Stock, neben ihrem Schulzimmer ausgestellt. «Die Kinder haben das sehr gerne gemacht und fleissig daran gearbeitet», sagt Klassenlehrerin Maria Cortese. «Ich habe mich im Internet inspirieren lassen, weil ich etwas anderes als Zeichnungen machen wollte.» Welche Berufe es auf der Baustelle gebe und was es brauche, damit eine Wand aus Eierkartons stabil bleibe. Das seien Inhalte, die begleitend zum Bau des Hauses im Unterricht behandelt worden seien. So habe sie die Aspekte eines Bauvorhabens thematisieren wollen.

Dass das selbstgebaute Haus noch eine Weile stehen bleiben dürfe, sei sehr schön. «So erinnern sich die Kinder besser daran, was sie gelernt haben. Ausserdem können wir es weiter nutzen, beispielsweise für das Tandem-Lesen», so Cortese. Das Haus hat einzelne Kinder schon zum Werken in der Freizeit inspiriert. So haben zwei Jungen zusammen mit einem Vater einen Tisch aus Holz gebaut, passend für das ­kleine Schulhaus.

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

www.breite.info

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.