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WALDKIRCH: Bürger entscheiden über Kindertagesstätte

Die Zukunft der Kindertagesstätte ist unsicher. Nächsten Montag entscheiden die Waldkircher über die Finanzierung. An einer vorgängigen Informationsveranstaltung gab es viele Fragen, aber auch Kritik.
Die Krippe befindet sich im Haus Sonnenblick. (Bild: Marlen Hämmerli)

Die Krippe befindet sich im Haus Sonnenblick. (Bild: Marlen Hämmerli)

Soll die Kindertagesstätte in Waldkirch geschlossen werden? Diese Frage stellt sich den Waldkirchern nächsten Montag an der ausserordentlichen Bürgerversammlung. Vorgängig informierten der Gemeindepräsident Aurelio Zaccari und Jasmin Filiz-Gebert, Verwaltungsratspräsidentin der Fiorino AG, über die Hintergründe der geplanten Kita. Anschliessend stellten sie sich den Fragen der etwa 30 Anwesenden.

Die Kita Tannehüsli hatte im Mai den Betrieb an die Fiorino AG übergeben. Für die Weiterführung ab 2018 schloss der Gemeinderat mit der Fiorino AG eine Leistungsvereinbarung ab und verpflichtete sich, einen jährlichen Maximalbetrag von 105000 Franken zu zahlen. Falls die Waldkircher zustimmen.

Der Betrag der Gemeinde ist notwendig, weil Waldkircher Familien mit einem Einkommen unter 90000 Franken weniger für den Kitaplatz zahlen, als die Betreuung tatsächlich kostet. Zudem ist eine Krippe selten voll ausgelastet. Der Gemeinderat stehe voll und ganz hinter der Kita, sagte Zaccari. Dadurch könnten beide Elternteile arbeiten. Durch die Doppelverdiener entstehen Steuereinnahmen von rund 114000 Franken. «Wir wollen aufzeigen, dass durch die Kita nicht nur Kosten entstehen», sagte Zaccari. Unter dem Strich resultiere für die Gemeinde ein Aufwand von rund 35000 Franken. Denn in die Rechnung müssen auch die 44000 Franken für den Mittagstisch einbezogen werden. Die Gemeinde ist verpflichtet, einen solchen anzubieten. Aktuell organisiert die Fiorino AG den Mittagstisch.

Unfair gegenüber jenen, die Kinder selbst hüten

In der Diskussion stellten die Anwesenden unter anderem Fragen zu den Berechnungen und äusserten Kritik. «Diese Finanzierung ist unfair gegenüber jenen, die ihr Kind nicht in die Kita schicken», sagte eine Frau. Dafür zeigte Zaccari Verständnis: Die Tarife würden nur bei einheimischen Eltern mit tiefem Einkommen finanziert. Für auswärtige Leute zahle Waldkirch nichts. Ein anderer Votant sorgte sich, die Fiorino AG könnte nächstes Jahr höhere Unterstützungsbeiträge fordern. Dem entgegnete Jasmin Filiz-Gebert: «Ohne gute Gründe erhöhten wir noch nie die Tarife oder den Gemeindebeitrag.» Zuletzt ging es noch um die Bevorzugung von Kindern. Die Präsidentin bestätigte, dass bei einer Warteliste Kinder aus Waldkirch vor Kindern aus anderen Gemeinden bevorzugt werden. «Das ist die einzige Bevorzugung, die wir machen.» (mha)

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