Wahlkampf- leitung statt Co-Präsidium

Die Rorschacherbergerin Anna Bleichenbacher hat ihr Amt als Co-Präsidentin der St. Galler Jungsozialisten abgegeben. Dafür übernimmt sie für die Nationalratswahlen die Wahlkampfleitung – und figuriert selbst zuoberst auf der Kandidatenliste.

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Anna Bleichenbacher Wahlkampfleiterin der Juso (Bild: Hanspeter Schiess)

Anna Bleichenbacher Wahlkampfleiterin der Juso (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Rorschacherbergerin Anna Bleichenbacher hat ihr Amt als Co-Präsidentin der St. Galler Jungsozialisten abgegeben. Dafür übernimmt sie für die Nationalratswahlen die Wahlkampfleitung – und figuriert selbst zuoberst auf der Kandidatenliste.

Frau Bleichenbacher, wieso haben Sie das Co-Präsidium aufgegeben?

Das Amt der Co-Präsidentin ist sehr verantwortungsvoll und zeitintensiv. Da ich im nächsten halben Jahr die Matura mache, kann und will ich diese Verantwortung nicht tragen. Der Nationalratswahlkampf wird nach den Sommerferien in die heisse Phase gehen. Dann kann ich wieder mehr Zeit in die Politik investieren. Deshalb habe ich die Wahlkampfleitung der Juso übernommen.

Sie belegen den ersten Platz auf der Liste. Wie fühlen Sie sich dabei?

Die Wahl auf den ersten Listenplatz hat mich sehr gefreut, bringt aber Pflichten mit sich. Die Juso plant einen Wahlkampf, der mit allen Kandidierenden überzeugen soll. Ich freue mich, dass wir eine ausserordentlich starke Liste zusammenstellen konnten.

Wieso wollen Sie in den Nationalrat?

Der Nationalrat braucht Verjüngung! Mit unserem Slogan «Wie wollen wir gelebt haben?» wollen wir Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen neuen Blick auf ihr Leben ermöglichen. Nicht pausenlos arbeiten und Ressourcen verbrauchen, sondern die Gestaltung des Lebens aktiv in die Hand nehmen. Dies will ich auch im Nationalrat einbringen und den älteren Damen und Herren zeigen, dass auch wir Jungen wissen, was wir erreichen wollen.

Wie führen Sie den Wahlkampf?

Er soll nahe an den Menschen stattfinden. Geplant ist etwa, dass wir uns auf der Strasse umhören, wie die Leute gelebt haben wollen. Und ich werde mich einsetzen, dass in Rorschach und Umgebung die Jungbürgerinnen und -bürger an die Urne geholt werden, indem ich Podien an Berufsschulen organisiere und mit anderen Jungparteien zeige, wer in Bern bald den Ton angeben soll. (ast)