Wahlkampf kann beginnen

GOSSAU. Seit gestern ist klar, dass nur zwei Kandidaten um den freigewordenen Stadtratssitz buhlen: Stefan Lenherr (CVP) und Alex Harder (SVP). Letzterer wurde am Donnerstag nominiert.

Rita Bolt
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Alex Harder (links) und Wahlkampfkoordinator Benno Koller. (Bild: Rita Bolt)

Alex Harder (links) und Wahlkampfkoordinator Benno Koller. (Bild: Rita Bolt)

CVP oder SVP? Wer wird den freigewordenen Sitz im Stadtrat erben?: Die CVP als stärkste Fraktion im Parlament mit elf Sitzen oder die SVP als zweitstärkste mit acht Sitzen. Die beiden Kandidaten sind «alte Bekannte». Stefan Lenherr (CVP) und Alex Harder (SVP) haben bereits schon einmal für die Exekutive kandidiert – erfolglos. Erfolg hatten beide mit ihrer Kandidatur als Parlamentarier. Da Alex Harder zusätzlich als Schulrat gewählt wurde, hatte er die Qual der Wahl – und sich für den Schulrat entschieden.

Zwei Parteilose, zwei FDPler

Der Stadtrat setzt sich aus den vollamtlichen Stadträten Alex Brühwiler (Stadtpräsident) und Urs Blaser (Schulpräsident) sowie den nebenamtlichen Räten Gaby Krapf und Paul Egger zusammen. Brühwiler und Egger sind parteilos, Krapf und Blaser sind Freisinnige. Verständlich, dass Lenherr sagt, dass es fast ein Muss sei, im fünfköpfigen Stadtrat vertreten zu sein. «Wir werden alles daran setzen, den Sitz zu gewinnen», sagt Lenherr, der auch Präsident der CVP Gossau-Arnegg ist. Auch die SVP «will Verantwortung übernehmen» und alles daran setzen, dass sie die Nachfolge des verstorbenen Kurt Züblin antreten kann. Er betreute das Ressort «Bau Umwelt Verkehr». Die SVP nominierte am Donnerstag Alex Harder. «Ich gebe alles», bedankte er sich. Er brauche Unterstützung, denn er habe es mit einem sehr starken Gegenkandidaten zu tun. Harder rechnet zum jetzigen Zeitpunkt mit einem knappen Abstimmungsergebnis. Er habe den Eindruck, dass die SVP im Moment etwas hinter der CVP liege. «Wir müssen aufholen», sagte Harder.

Seit sechs Jahren Schulrat

Alex Harder ist in Gossau aufgewachsen und zur Schule gegangen. Er ist seit sechs Jahren Mitglied des Schulrates und betreut das Ressort «Bau/Infrastruktur». Er schaut also für jene Schulhäuser zum Rechten, in denen er einst die Schulbank drückte. Als Schulrat arbeite er jetzt schon eng mit dem Hoch- und Tiefbau der Stadt zusammen. Er habe Dossierkenntnisse. «Aber auch keine Berührungsängste mit anderen Ressorts.» Das älteste seiner drei erwachsenen Kinder sei seit Geburt im Rollstuhl. Das habe mit sich gebracht, dass er sich auch mit dem Gesundheitswesen auseinandergesetzt habe. Das Wichtigste für einen Stadtrat sei aber, dass er über Führungsqualitäten verfüge. «Führen ist meine grosse Stärke», sagte der 58-Jährige. Führen könne man nicht lernen, das müsse einem gegeben sein. In seiner früheren Tätigkeit als Leiter Technik im Säntispark seien ihm 25 Mitarbeitende unterstellt gewesen. Am Samstag, 9. April, wird sich Harder an einem Stand vor dem Coop der Bevölkerung vorstellen und Fragen beantworten.

Frist abgelaufen

Gestern um 17 Uhr ist die Eingabefrist für Stadtratskandidaten abgelaufen. Gemäss Auskunft der Stadtkanzlei haben sich nur Stefan Lenherr (CVP) und Alex Harder (SVP) für die Wahl vom 15. Mai angemeldet.

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