Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WAHLKAMPF: Die SP zieht mit Kandidatur nach

In die Ersatzwahlen vom 26. November kommt just zum Ende der Sommerferien gehörig Bewegung. Die SP präsentiert nächste Woche eine Kandidatur für den Stadtrat. Auch die Flig will bald so weit sein.
Sebastian Schneider

Diesen Wahlherbst kommt es in Gossau zu mindestens einer Kampfwahl. Die SP wird nämlich mit einem Kandidaten oder einer Kandidatin ins Rennen steigen und somit die SVP konkurrenzieren, die Ende Juli Kantonsrätin Claudia Martin portierte. Die SP-Kandidatur wird am Dienstag, 10.30 Uhr, im Werk 1 vorgestellt, wie die SP in einer Mitteilung verlauten liess. Tiefer lässt sich Parteipräsident Ruedi Blumer aber nicht in die Karten schauen; auf Anfrage bestätigt er nur: «Es wird eine Kandidatur bekannt gegeben für den Stadtrat und nicht fürs Stadtpräsidium.»

Dass es zu einem Zweikampf zwischen SP und SVP kommt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Denn auch die Flig, die seit längerem auf Kandidatensuche für den Stadtrat war, steht kurz vor Abschluss einer eigenen Kandidatur. Dies bestätigt Präsident Alfred Zahner auf Anfrage. Es müssten nur noch Formalitäten erledigt werden, sagt er. Auch Zahner äussert sich zu Namen und Gerüchten nicht.

SVP, FDP, Flig und SP bleiben Konkurrenten

Mit diesen Neuigkeiten überschlagen sich im politischen Gossau die Ereignisse. Erst vorgestern Donnerstag wurde bekannt, dass SVP, FDP, Flig und SP gemeinsam auf Kandidatensuche für einen Stadtpräsidentkandidaten gehen. Dafür schaltete die überparteiliche Findungskommission, die von SVP-Vizepräsident Markus Rosenberger geleitet wird, auch Zeitungsinserate (Tagblatt von gestern). Könnte die Zusammenarbeit mit politischen Gegnern nicht zu Interessenskonflikten in der SP oder in der Flig führen? «Nein», sagen beide Parteipräsidenten. «Stadtrats- und Stadtpräsidentwahlen halten wir strikt auseinander», sagt Blumer. Trotz der überparteilichen Zusammenarbeit bleiben SVP, FDP, Flig und SP unter sich also Konkurrenten. Und welchen Stadtpräsidentkandidaten man unterstützen werde, sei völlig offen, sagt Zahner. Auch Blumer kann noch nicht sagen, wen seine Partei unterstützen werde. Hochspannend bleibt die Personalfrage bei dieser Ersatzwahl bis mindestens Ende August. Bis dahin können Kandidaturen der Findungskommission vorgeschlagen werden. Ein Favorit bleibt SVP-Kantonsrat und Tübacher Gemeindepräsident Michael Götte. In einem Tagblatt-Interview (Ausgabe vom Donnerstag) sagte er zwar, dass eine Kandidatur nicht ausgeschlossen sei. Allerdings äusserte er Zweifel daran, dass die SVP in Gossau im Stande wäre, gleich bei den Stadtrats- und bei den Stadtpräsidentwahlen erfolgreich zu sein.

Die überparteiliche Findungskommission ist nicht als Kriegserklärung gegen die CVP zu verstehen. Zahner und Blumer betonen beide, dass man der Stimmbevölkerung schlicht eine Auswahl ermöglichen wolle. «In der Stadt Gossau und dann noch für so ein wichtiges Amt muss das einfach möglich sein», sagt Alfred Zahner. Das Vorgehen sei auch nicht gegen den CVP-Stadtpräsidentkandidaten Daniel Lehmann gerichtet. Doch, so hört man von verschiedenen Seiten, sind einige Personen mit der Kandidatur Daniel Lehmanns nicht zufrieden. Sie sind auf die Par­teien zugegangen mit der Bitte, sie sollen doch einen weiteren Kandidaten aufstellen. Offiziell sind die Gegner Daniel Lehmanns noch nicht in Erscheinung getreten.

Blumer sieht das Problem eher bei der Handels- und Industrievereinigung Gossau (HIG). Zahner pflichtet Blumer bei und findet es ebenfalls «anmassend», dass die Vereinigung vorschreibe, wen die Gossauer Stimmberechtigten als Präsidenten zu wählen haben.

Sebastian Schneider

sebastian.

schneiderattagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.