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WAHLEN: Schlussspurt im Gossauer Wahlkampf

Der Wahlkampf ist in seiner entscheidenden Phase. Morgen in einer Woche ist klar, wer Alex Brühwiler als Stadtpräsident von Gossau ablöst: Daniel Lehmann oder Wolfgang Giella. Das Rennen ist offen.
Daniel Wirth
Wahlplakate vor dem Gossauer Rathaus. (Bild: Ralph Ribi)

Wahlplakate vor dem Gossauer Rathaus. (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Wirth

daniel.wirth@tagblatt.ch

Die Ersatzwahl ins Stadtpräsidium bewegt Gossau. Der Wahlkampf vor dem entscheidenden zweiten Wahlgang morgen in einer Woche ist in seiner heissesten Phase: Die Spalten dieser Zeitung und der Gossauer Wochenzeitung (GoZ) sind voll mit Leserbriefen, Plakate säumen die Strassen der Stadt Gossau, und die Kandidaten Daniel Lehmann (CVP) und Wolfgang Giella (parteilos) sind unterwegs und machen Werbung. Der Einheimische Unternehmer Daniel Lehmann (Wahlslogan: «Ein Gossauer für Gossau») meldete unlängst den 400 Namen in seinem Unterstützungskomitee, und Wolfgang Giella (Wahlslogan: «motiviert, engagiert, unabhängig») titelt seine Inserate derzeit mit dem Satz «Ihre Stimme könnte die Wahl entscheiden!».

Bis Donnerstagabend sind bei der Stadtkanzlei Gossau etwas mehr als 2000 Wahlcouverts eingetroffen, wie Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau, gestern auf Anfrage sagte. Das entspricht ungefähr einem Sechstel der Stimmberechtigten. Rückschlüsse, wie hoch die Wahlbeteiligung am 28. Januar sein wird, lassen sich gemäss Salzmann nicht ziehen. Aus zweierlei Gründen: Die Stadt Gossau führt erst seit vier Jahren ein Wahlbarometer. Und in dieser Zeit fand kein zweiter Wahlgang statt und schon gar keiner, der wie diesmal nicht an einem eidgenössischen Abstimmungssonntag stattfindet. Kurz: Salzmann hat keine Vergleichsmöglichkeiten. Oder jedenfalls keine verlässlichen.

42,4 Prozent im ersten Wahlgang

Im ersten Wahlgang beteiligten sich 42,4 Prozent der 12042 Gosauer Stimm- und Wahlberechtigten an der Ersatzwahl ins Stadtpräsidium, bei der Ersatzwahl in den Stadtrat waren es marginal weniger. Während bei den Stadtratswahlen Claudia Martin die Hürde des absoluten Mehrs hauchdünn nahm, schaffte dies bei der Ausmarchung um die Nachfolge des zurücktretenden Stadtpräsidenten Alex Brühwiler keiner der vier Kandidaten.

In der Regel ist die Wahlbeteiligung bei zweiten Wahlgängen nicht gleich hoch wie bei ersten. Ein gutes Beispiel dafür liefert die jüngste Ersatzwahl in den St. Galler Stadtrat: Im ersten Wahlgang vom 24. September mit fünf Kandidierenden beteiligten sich 45,9 Prozent der Stimmberechtigten. Im zweiten Wahlgang vom 26. November, als nur noch die Favoriten Boris Tschirky (CVP) und Sonja Lüthi (GLP) und der krasse Aussenseiter Roland Uhler (SD) antraten, lag die Wahlbeteiligung bei 40,2 Prozent, also 5 Prozent tiefer.

Die Ausgangslage ist äusserst spannend

In Gossau erhielten die Stimmberechtigten die Wahlunterlagen für den zweiten Wahlgang später als für den ersten; das hat damit zu tun, das dazwischen Weihnachten und Neujahr lagen. Laut Urs Salzmann gingen im zweiten Durchgang die ersten Couverts am Montag dieser Woche bei der Stadtkanzlei an. Vorgestern Donnerstag, also vier Tage später, lag die vorläufige Wahlbeteiligung bei 17,5 Prozent. Im ersten Wahlgang lag dieser Wert zum gleichen Zeitpunkt bei gerade einmal 5 Prozent. Es gibt aber auch eine andere Betrachtungsweise. Zwischen vorgestern Donnerstag und dem Wahlsonntag liegen neun Tage. Neun Tage vor dem ersten Wahlgang lag die Wahlbeteiligung bei 28 Prozent. Aufgrund der unterschiedlichen Aussendungsfristen lässt sich gemäss Salzmann nicht prognostizieren, wie hoch die Wahlbeteiligung morgen in einer Woche sein wird.

So oder so: Die Ausgangslage ist spannend. Selbst erfahrene Gossauer Wahlbeobachter wagen nicht zu sagen, wen sie favorisieren. Einen Trend wollen sie indes ausgemacht haben: Lehmann, der im ersten Wahlgang hinter Giella lag, habe aufgeholt.

Regierungsrat als Wahlhelfer

Empfehlung CVP-Kandidat Daniel Lehmann erhält im Wahlkampf prominente Unterstützung: Der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Bruno Damann empfiehlt seinen Parteikollegen zur Wahl ins Gossauer Stadtpräsidium. Regierungsrat Bruno Damann tut das in den Sozialen Medien wie Facebook und in prominent platzierten Inseraten in den jüngsten «Gossauer Nachrichten». Der 61-jährige Christlichdemokrat war selber Stadtrat in Gossau, ehe er im Februar 2016 in die St. Galler Kantonsregierung gewählt wurde.

Als Damanns Nachfolgerin im Gossauer Stadtrat wurde Helen Alder Frey (CVP) gewählt. Bis zum Rücktritt Stefan Lenherrs im Frühling vergangenen Jahres war die CVP mit zwei Vertretern in der Regierung der viertgrössten Kommune im Kanton St. Gallen vertreten. Als Nachfolgerin Stefan Lenherrs wurde am 26. November die SVP-Frau Claudia Martin gewählt. Würde Daniel Lehmann am 28. Januar als Stadtpräsident gewählt, hätte die CVP im Stadtrat wieder zwei Mandate, gleich viele wie die FDP. (dwi)

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