Wahlen: Geburtstag und Prognose

Der 27. November ist für Stadträtin Patrizia Adam (Bild) ein spezieller Tag, in diesem Jahr sogar ein ganz spezieller: Am kommenden Sonntag entscheiden die St. Gallerinnen und St.

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Patrizia Adam, Stadträtin (Bild: Tobias Siebrecht)

Patrizia Adam, Stadträtin (Bild: Tobias Siebrecht)

Der 27. November ist für Stadträtin Patrizia Adam (Bild) ein spezieller Tag, in diesem Jahr sogar ein ganz spezieller: Am kommenden Sonntag entscheiden die St. Gallerinnen und St. Galler, ob die CVP-Politikerin vier weitere Jahre als Baudirektorin wirken darf oder ob sie Maria Pappa von der SP Platz machen muss. Die Sozialdemokratin kam der Christdemokratin im ersten Wahlgang gefährlich nahe und legt jetzt einen engagierten Wahlkampf hin. Der Ausgang des zweiten Wahlgangs ist offen; die Auguren sagen einen knappen Entscheid voraus. Grund zum Feiern wird Patrizia Adam so oder so haben: Der 27. November ist ihr Geburtstag. Dennoch: Am Sonntagnachmittag nähme sie nur allzu gerne nicht bloss Glückwünsche und Gratulationen zum Wiegenfest entgegen… (dwi)

Der St. Galler Abstimmungssonntag hat auch national Interesse ausgelöst. Wegen der Beteiligung. Am 17. November hatten bereits 32,5 Prozent der städtischen Stimm- und Wahlberechtigten ihr Couvert retourniert. Das ist ein ausserordentlich hoher Wert. Er ist so hoch, dass er sogar Claude Longchamp aufhorchen lässt. Im Internet sagte der Schweizer Guru für Politprognosen am Wochenende eine städtische Stimmbeteiligung von über 60 Prozent voraus. Dies gekoppelt mit der Vermutung, dass die lokalen Wahlen mehr mobilisieren als die Abstimmung über den Atomausstieg. Und es sieht in St. Gallen tatsächlich nach einer hohen Beteiligung aus: Bis gestern Montag hatten 36,3 Prozent der Wahl- und Stimmberechtigten ihr Couvert zurückgeschickt. Auch Stephan Wenger (Bild) vom Wahl- und Stimmbüro der Stadt sagt daher eine hohe Beteiligung von über 50 Prozent voraus. Allerdings: Was mehr zieht, der zweite Wahlgang in den Stadtrat oder der Atomausstieg, lässt er dahingestellt. Das sehe man erst am Wochenende beim Sortieren der Zettel. (vre)

Stephan Wenger vom städtischen Stimmbüro St. Gallen aus Anlass zu den Wahlen vom 11. März. (Bild: Benjamin Manser)

Stephan Wenger vom städtischen Stimmbüro St. Gallen aus Anlass zu den Wahlen vom 11. März. (Bild: Benjamin Manser)