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WAHLAMBITIONEN: Panettone-Bäcker will ins italienische Parlament

Berühmt ist der St. Galler Pietro Cappelli für seine Gipfel, den «St. Galler Panettone» und einen gescheiterten Versuch, einen Sitz im italienischen Parlament zu erobern. Nun nimmt er einen zweiten Anlauf.
Pietro Cappelli mit seiner Spezialität, den Panettoni. (Bild: Michel Canonica (16. Dezember 2016))

Pietro Cappelli mit seiner Spezialität, den Panettoni. (Bild: Michel Canonica (16. Dezember 2016))

Sechs Jahre ist es her, seit der St. Galler Bäcker Pietro Cappelli 2012 für das rechtsbürgerliche Movimento delle Libertà (MdL) ins Rennen um einen Sitz fürs italienische Parlament stieg. Die MdL ist eine Partei, die Silvio Berlusconi unterstützte. Damals nahm Cappelli den «Cavaliere» in Schutz: Man könne ihm nicht die Schuld an allem geben, sagte er im Wahlkampf gegenüber den Medien. Kurz vor den Wahlen zog Cappelli jedoch seine Kandidatur zurück, aus gesundheitlichen Gründen. Den ersten Anlauf hatte Pietro Cappelli damals kurz vor den Wahlen abgebrochen. Nun, versucht der St. Galler «Panettone-König» einen Sitz im römischen Parlament zu erobern. Inzwischen hat Cappelli die Partei gewechselt. Er kandidiert nun für das Movimento Associativo Italiani all’Estero (Maie). Die vereinte Bewegung der Italiener im Ausland, diese hat zurzeit einen Sitz im Senat und zwei in der grossen Kammer.

Wahlkampf läuft auf Hochtouren

Die Wahlen sind im April und Cappellis Wahlkampf läuft auf Hochtouren. Seine Wut auf die Italienische Regierung ist gross, wie er gegenüber TVO sagt: «Die Auslanditaliener bekommen absolut keine Unterstützung aus Rom. So kann es nicht weitergehen.»

Seit über 30 Jahren führt Cappelli die Bäckerei im St. Galler Quartier Linsebühl. Bekannt sind seine luftigen Gipfel und für seine Panettoni hat er schon einige Preise eingeheimst. Das bekannteste Produkt ist der «St. Galler Panettone». Die kandierten Früchte bezieht er direkt aus seiner alten Heimat, den Liparischen Inseln. Der «Re del Panettone», wie er sich selbst bezeichnet, kam 1960 mit sechs Jahren nach St. Gallen.

Würde Cappelli im April gewählt, müsste er bis zu neun Tage im Monat in Rom verbringen. Seine Panettoni würde er aber weiterhin hier produzieren: «Trotzdem bleibe ich hier, für mich gibt es nichts Schöneres und Besseres als die Ostschweiz.»

FM1Today/Angela Müller

stadtredaktion@tagblatt.ch

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