Wahl kann nicht stattfinden

WITTENBACH. Noch immer konnte für das Kirchenpräsidium der Katholischen Kirchgemeinde Wittenbach- Kronbühl kein Nachfolger gefunden werden. Nun wird Gabriele Merz Interimspräsidentin.

Michel Burtscher
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Personalprobleme in der Kirche: Die Suche nach einer Person für das Präsidium des Kirchenverwaltungsrats blieb bis anhin erfolglos. (Bild: Urs Bucher)

Personalprobleme in der Kirche: Die Suche nach einer Person für das Präsidium des Kirchenverwaltungsrats blieb bis anhin erfolglos. (Bild: Urs Bucher)

Eigentlich hätte heute abend während der Kirchbürgerversammlung die Wahl einer Präsidentin oder eines Präsidenten für den Kirchenverwaltungsrat stattfinden sollen. Daraus wird jetzt aber nichts, denn noch immer konnte kein Nachfolger für Guido Baumgartner gefunden werden. Er war auf Ende des letzten Jahres zurückgetreten (Tagblatt vom 12. Januar). Schon seit über zwei Jahren läuft die Suche nach einem neuen Kirchenpräsidenten.

In den vergangenen Monaten hat der Kirchenverwaltungsrat die Suche noch intensiviert und potenzielle Kandidaten angefragt. Jedoch ohne Erfolg.

Vorübergehende Lösung

Nun wird Gabriele Merz, Mitglied des Kirchenverwaltungsrates, das Kirchenpräsidium interimistisch bis zu den Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2011 übernehmen. Sie wird somit auch die heutige Kirchbürgerversammlung leiten.

Sie trete das Amt mit gemischten Gefühlen an, sagt die Rotkreuz-Pflegehelferin und stellvertretende Mesmerin. «Ich freue mich einerseits darauf, andererseits hoffe ich, die Erwartungen erfüllen zu können», sagt sie. Ihr Ziel sei es, die Kirchbürger nicht zu enttäuschen.

Auf die Frage, warum sich denn niemand für dieses Amt zur Verfügung stelle, kann sie keine Antwort geben.

Vielleicht sei es so, dass vor allem Leute mit einer Vollzeitstelle denken, sie kämen mit dem Arbeitspensum nicht zurecht, mutmasst Gabriele Merz. Sie selber könne sich unter Umständen auch vorstellen, sich bei den Gesamterneuerungswahlen 2011 zur Wahl zu stellen, sagt Gabriele Merz. Zuerst wolle sie sich aber einarbeiten und dann sehen, wie ihr das Amt gefalle.

Wie weiter nach 2011?

Sollte im nächsten Jahr aber kein neuer Kirchenpräsident gewählt werden können, würde die Kirchgemeinde von der Administration des Katholischen Konfessionsteils verwaltet werden. Die Kirchbürger befürchten eine Zwangsverwaltung (siehe Kasten).

Gabriele Merz hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben: «Wir sind guten Mutes, dass wir bis ins Jahr 2011 doch noch jemanden finden, der das Amt übernehmen möchte».

Kirchbürgerversammlung: Heute, 20.00 Uhr, im kirchlichen Zentrum St. Konrad