Wärme für 90 und Strom für 500 Haushalte

Nesslau. Der St. Galler Regierungsrat Joe Keller sprach von einer «Toggenburger Phase», als er am Samstag, eine Woche nach der Bahnhoferöffnung in Wattwil, an der Eröffnung des Holzenergiezentrums in Nesslau weilte. «Aus Sicht des Kantons ist das Holzenergiezentrum ein Erfolg.

Drucken
Teilen

Nesslau. Der St. Galler Regierungsrat Joe Keller sprach von einer «Toggenburger Phase», als er am Samstag, eine Woche nach der Bahnhoferöffnung in Wattwil, an der Eröffnung des Holzenergiezentrums in Nesslau weilte. «Aus Sicht des Kantons ist das Holzenergiezentrum ein Erfolg. Im Toggenburg spricht man nicht nur vom Energietal, man tut auch etwas dafür», sagte er. Dieses Etwas sind 3000 Tonnen des Treibhausgases CO2, die durch die Holzschnitzelheizung mit Fernwärmeverbund eingespart werden.

Die 90 angeschlossenen Liegenschaften verbrauchen nämlich 1,25 Millionen Liter Heizöl weniger pro Jahr. Zusätzlich produziert das Holzenergiezentrum Elektrizität, mit der 500 bis 600 Haushalte pro Jahr versorgt werden könnten.

Diese Zahlen oder das für das Toggenburg grosse Bauwerk zogen am Samstag viel Publikum an, das sich die Funktionsweise der Holzschnitzelheizung mit Wärme-Koppelung von Bauleiter Urs Zwingli erklären liess. Zudem führte Revierförster Ernst Aerne durch die neue Brennholzzentrale.

Diese verfügt über eine schweizweit einzigartige Trocknungshalle für Holzscheite, wo diese mittels überschüssiger Wärme aus der Holzschnitzelheizung binnen zwei Wochen getrocknet werden. (kru)