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Wähler setzen ein klares Zeichen

Die Resultate vom Sonntag zeigen: Die bisherigen Gemeindepräsidenten von Wittenbach und Häggenschwil sind zwar gewählt, doch gab es viele Proteststimmen.
Christoph Renn

Beide haben das absolute Mehr klar erreicht. Beide hatten jedoch keine Konkurrenz. Und beide haben von den Wählerinnen und Wählern ein Zeichen erhalten. Die Rede ist von den wiedergewählten Gemeindepräsidenten von Wittenbach und Häggenschwil, Fredi Widmer und Hans-Peter Eisenring. Überraschend an den Resultaten ist, dass mehr als ein Drittel der abgegebenen Stimmzettel entweder leer abgegeben wurde oder Vereinzelte eine Stimme erhalten haben.

Für Fredi Widmer ist das Resultat nichts Neues: Schon vor vier Jahren sind neben seinen 1790 Stimmen 413 leere eingegangen. Für Eisenring ist das Resultat nach seiner klaren Wahl vor vier Jahren eine neue Erfahrung. Und wieder haben die Gemeindepräsidenten etwas gemeinsam; beide nehmen das Ergebnis zwar zur Kenntnis, aber zweifeln nicht an ihrer geleisteten Arbeit.

Die Aufgabe, Geld zu sparen

Es gebe Wählerinnen und Wähler, die mit einem leeren Stimmzettel zum Ausdruck bringen wollten, dass sie bei gewissen Themen nicht zufrieden damit seien, wie sie der Rat angegangen sei. In Zahlen präsentiert sich dieser Unmut so: Bei 2063 eingegangenen Stimmen haben 1352 Fredi Widmer gewählt. 444 Stimmzettel gingen leer ein und einer war ungültig. Zudem haben 266 Vereinzelte eine Stimme erhalten. Er habe das Resultat so zur Kenntnis genommen und werde es noch genauer analysieren. Und er gibt offen zu: «Ich habe damit gerechnet, dass einige so abstimmen werden. Doch waren es mehr als erwartet.»

Er habe bereits vor den Wahlen einige kritische Rückmeldungen erhalten. «Einige waren nicht zufrieden mit der Umsetzung des Entlastungsprogramms und haben gesagt, dass man beispielsweise beim Altersheim nicht sparen darf», sagt Widmer. Andere seien mit der Thematik Schulhausbau nicht einig mit dem Gemeinderat, wieder andere seien verärgert über die Auseinandersetzung mit dem Softwareunternehmen Abacus – die aber auch andere Gemeinden betreffe. Persönlich nehme er das Resultat vom Sonntag jedoch nicht. «Ich bin mir bewusst, dass man sich als Gemeindepräsident exponiert», sagt Widmer. Er sei jedoch gewählt worden und habe den Auftrag erhalten, Geld zu sparen. Diesen Auftrag habe er nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt und werde das auch in den kommenden vier Jahren machen. Auf die Frage, ob er denn im Alter von 63 Jahren nochmals die gesamte Amtszeit als Präsident absolviert, antwortete er: «Ich wurde für vier Jahre gewählt. In der Politik spricht man nicht über seinen Zeitplan.»

Kritik ist ein Teil der Arbeit

Für die nächsten vier Jahre ist Hans-Peter Eisenring als Gemeindepräsident von Häggenschwil gewählt. Ob er die volle Amtszeit bleibt oder sogar noch länger macht, lässt er offen. «Ich freue mich über meine klare Wiederwahl», sagt er, denn «ich gehe jeden Morgen gerne arbeiten». Doch auch seine Wiederwahl wird von vielen leeren Stimmzetteln begleitet. Bei 513 eingegangenen Stimmzetteln waren 85 leer. 94 Stimmen gingen an Vereinzelte. Eisenring erhielt 334 Stimmen und schaffte somit das absolute Mehr von 215 Stimmen.

Für Eisenring sind die vielen leeren Stimmzettel das Ergebnis der aktiven Politik des Häggenschwiler Gemeinderates. «Je aktiver man ist, desto mehr Leuten missfällt etwas.» Als Beispiel, das nicht allen passte, nennt er den Kauf des ehemaligen Restaurants Ochsen oder der «Krone». An der Bürgerversammlung sei beanstandet worden, dass der Gemeinderat zu viel Kompetenz besitze und die Gemeinde eine sehr hohe Bautätigkeit erlebe. Eisenring nimmt das Resultat und die Einwände zur Kenntnis, will jedoch nicht zu viel in die Zahlen hineininterpretieren. «Der Gemeinde geht es gut und ich habe viele positive Rückmeldungen für meine Arbeit als Präsident erhalten», sagt er. Er könne mit Kritik leben.

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