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VORTRITT: Über die Strasse in die Pause

Eine Strasse trennt das Schulhaus St. Leonhard von seinem momentan einzigen Pausenplatz, dem St. Leonhardspärkli. Zwar verkehren dazwischen nur Velos, dennoch ist Vorsicht geboten.
Roger Berhalter
Achtung Velo! Der neue Fussgängerstreifen auf der Vadianstrasse vor dem Schulhaus St. Leonhard. (Bild: Urs Bucher)

Achtung Velo! Der neue Fussgängerstreifen auf der Vadianstrasse vor dem Schulhaus St. Leonhard. (Bild: Urs Bucher)

Roger Berhalter

roger.berhalter@tagblatt.ch

Sicherer kann ein Fussgängerübergang kaum mehr sein. Vor dem Schulhaus St. Leonhard markiert seit November ein Fussgängerstreifen, wo die Schulkinder die Vadianstrasse überqueren dürfen, um zum St. Leonhards­pärkli zu gelangen. Die Primarschüler tun das derzeit besonders oft, weil der Innenhof des Schulhauses noch nicht fertig gebaut ist und ihnen somit vor allem das Pärkli als Pausenplatz dient. Der Fussgängerstreifen ist mit dreieinhalb Metern besonders breit, er liegt in einer Tempo-30-Zone und zudem im Fahrverbot. Nur Velos dürfen hier durchfahren.

Aufruf an die Eltern

Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – sind nicht alle Kinder genügend vorsichtig. Dies zeigt ein Aufruf im aktuellen Elterninformationsblatt der Primarschule. «Es ist aufgefallen, dass viele Kinder über den Fussgängerstreifen rennen, ohne sich zu vergewissern, ob sich ein Fahrrad nähert», schreibt eine Verkehrsinstruktorin der Stadtpolizei. Sie bittet die Eltern, mit ihren Kindern über die Situation vor dem Schulhaus zu sprechen und insbesondere klarzustellen, dass es sich bei der Vadianstrasse nicht um eine Spielstrasse handle. «Der Fussgängerstreifen ist für die Überquerung und nicht für den Aufenthalt gedacht.»

Auf dem Fussgängerstreifen gab es bis jetzt keinen Unfall, das bestätigen sowohl die Stadtpolizei als auch die Schulleitung. Der Grund für den Aufruf an die Eltern sei ein anderer. Im vergangenen August, als Schüler und Lehrer das renovierte Schulhaus bezogen, gab es den Fussgänger­­­­- streifen noch nicht, er folgte erst im November. Seither gelte es, die Kinder und Eltern für diese neue Verkehrssituation zu sensibilisieren, und zwar auf mehreren Kanälen, sagt Schulleiter Urban Fuchs. «Auch in den Klassen wird informiert.»

Im Verantwortungsbereich der Eltern

Der Schulleiter spricht von einer «speziellen Situation», weil das Pärkli als Pausenplatz durch eine Strasse von der Schule getrennt sei. Fuchs betont, dass das St. Leonhardspärkli zwar als Aufenthaltsort für die Kinder gedacht sei, aber nicht mehr zum Schulgelände gehöre. Das Pärkli, die Strasse und auch der Fussgängerstreifen liegen im öffentlichen Raum und sind somit noch Teil des Schulwegs.

Im Interesse der Velofahrer

Einige Eltern würden die Vadian­strasse zwischen Pestalozzi- und Kesslerstrasse am liebsten ganz sperren, so dass vor dem Schulhaus ein durchgängiger, verkehrsfreier (Pausen-)Platz entstünde. Diese Variante wurde diskutiert, aber zu Gunsten der Velofahrer wieder verworfen. Auf dem Fussgängerstreifen vor dem Schulhaus treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Einerseits die Kinder, die gerne möglichst viel Spielfläche hätten. Anderseits die Velofahrer, für welche die Vadianstrasse eine wichtige Verbindung zwischen Güterbahnhof und Altstadt ist. Bessern dürfte sich die Situation, wenn der Innenhof der Schule fertig ist und sich die Kinder in der Pause somit besser verteilen.

Die Tagesbetreuung ist eingezogen

Baufortschritt Schüler gehen im neuen St. Leonhard-Schulhaus schon seit August ein und aus. Seit November ist auch die Turnhalle im Neubau neben dem Schulhaus in Betrieb. Und nun ist auch die Tagesbetreuung in diesen Neubau eingezogen. Damit befinden sich Schule und Betreuung in St. Leonhard erstmals am selben Ort. Im Parterre des Neubaus steht neu ein Mehrzweckraum zur Verfügung. Damit ist die Sanierung und Erweiterung der Primarschule fast abgeschlossen. Was noch fehlt, ist der Bodenbelag des Innenhofs zwischen den beiden Gebäuden. Um diesen so genannten Klinkerbelag einzubauen, muss laut Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner das Wetter stimmen. Es sollte mindestens fünf Grad warm und trocken sein, dann sei der Belag innert fünf Arbeitstagen fertig eingebaut. Offiziell eröffnet wird die Primarschulanlage St. Leonhard am 28. April. (rbe)

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