Vorreiter geben Ton an

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Kontroversen Ende Dezember vergangenen Jahres entschied das Bundesgericht, dass die Glocken der reformierten Kirche in Wädenswil ZH auch in Zukunft nachts schlagen dürfen. Und zwar durchgehend im Viertelstunden-Takt. Damit haben sich Stadt und Kirchgemeinde gegen die Beschwerde zweier Anwohner durchgesetzt.

In St. Gallen hat die reformierte Kirche St. Laurenzen jüngst ihre nächtlichen Glockenschläge zwar nicht abgestellt, aber gedämpft. Seit Frühjahr sollen sie 30 bis 40 Prozent leiser schlagen. Für die «IG Stiller» nicht genug: Sie fordert, dass zumindest auf den Viertelstundenschlag verzichtet wird. In gewohnter Lautstärke hallen derweil die Glocken des Doms durch das Gallus-Quartier.

Während die katholischen Kirchenglocken – mit Ausnahme jener in Rotmonten und Riethüsli – weiterhin durchgehend schlagen, bleiben viele Kirchtürme der Reformierten über der Nacht stumm: Etwa jene im Linsebühl, in St. Gallen-Winkeln, Rotmonten, Stephanshorn oder im Grossacker. (nh)