Vorbereiten auf den Umbau

In zwei Jahren sollen die Sozialen Dienste ins Geschäftsgebäude an der Haggenstrasse 45 einziehen. Wie die neuen Büros dort aussehen werden, ist noch nicht klar. Bis Mitte 2016 soll aber ein konkretes Umbauprojekt vorliegen.

Roger Berhalter
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Bis die Bauarbeiten beginnen, steht das Gebäude an der Haggenstrasse 45 noch leer. (Bild: Ralph Ribi)

Bis die Bauarbeiten beginnen, steht das Gebäude an der Haggenstrasse 45 noch leer. (Bild: Ralph Ribi)

Der Zügeltermin ist noch zwei Jahre entfernt. So lange dauert es noch, bis die rund 120 Mitarbeiter der Sozialen Dienste in die neuen Büros an der Haggenstrasse 45 umziehen. «Wir streben einen Umzugstermin bis spätestens Ende Oktober 2017 an», sagt Heinz Indermaur, Direktionssekretär der Sozialen Dienste. Bis dann laufen auch die bestehenden Mietverträge für die Büros im Stadtzentrum, wo die Sozialen Dienste derzeit noch angesiedelt sind (siehe Zweittext).

Generalunternehmen gesucht

Bevor die Sozialen Dienste aber ihre neuen Büros im Geschäftsgebäude in Haggen beziehen können, gilt es, dort noch einiges umzubauen. Im Februar hat das Stadtparlament einem Projektierungskredit von 439 000 Franken zugestimmt. Jetzt arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck am Umbauprojekt. «Es ist für unsere Direktion zentral», sagt Heinz Indermaur. Die beteiligten Architekten arbeiten mit dem Hochbauamt und den Sozialen Diensten daran, dass bis Mitte 2016 ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorliegt. Danach möchte man per Ausschreibung ein passendes Generalunternehmen für den Umbau finden.

In gutem Zustand

Verläuft alles nach Plan, starten die Bauarbeiten in einem Jahr, im Herbst 2016. Vorausgesetzt, das Stadtparlament stimmt vorher dem Bauprojekt zu und genehmigt einen entsprechenden Kredit. Der Stadtrat schätzt die Umbaukosten auf gegen vier Millionen Franken.

Eigentliche Sanierungsmassnahmen seien beim 1954 erbauten Geschäftsgebäude nur punktuell nötig, sagt Heinz Indermaur. «Die Bausubstanz befindet sich in einem guten Zustand.» Es gehe vor allem um den Innenausbau, also darum, das Gebäude auf die Bedürfnisse der Sozialen Dienste auszurichten. Ein erstes Konzept geht von 80 Standardbüros aus, die möglichst flexibel nutzbar sind.

Dafür werden im Innern des Gebäudes zunächst alle nichttragenden Wände abgebrochen, ebenso der Personenlift im Westen und der Warenlift im Osten. Die Fenster sind laut Indermaur mehrheitlich intakt und werden nur punktuell ersetzt. Auch die bestehenden Böden sollen bleiben und mit einem neuen Belag versehen werden.

Heizen mit Fernwärme

Wie die Büros genau aussehen sollen, ist laut Indermaur noch offen. Die Mitarbeiter der Sozialen Dienste sollen aber in einer «hellen, freundlichen Atmosphäre» tätig sein. Auch bei der Technik wird vieles neu; die Wasser-, Heiz- und Elektroleitungen werden ersetzt. Weiter ist geplant, das Gebäude künftig mit Fernwärme zu heizen. Das liegt wortwörtlich nahe, denn unter der Haggenstrasse verläuft schon jetzt eine Fernwärmeleitung.

Zum Umbau gehört schliesslich auch ein Sicherheitskonzept, denn die Klienten der Sozialen Dienste stehen häufig unter grossem psychischen oder finanziellen Druck. Um die Situation zu kontrollieren, wird einerseits beim Eingang eine Sicherheitsschleuse eingerichtet. Anderseits wird die Zugänglichkeit der Räume im Detail geregelt.