VOR DER OLMA: Viele Erinnerungen und ein Kribbeln

ST.GALLEN. Das Säulirennen, ein Schwatz mit alten Bekannten, Süsses vom Jahrmarkt: Das macht für prominente Ostschweizer den Reiz der Olma aus. Amanda Ammann lernte während der letzten Messe gar ihren Liebsten kennen.

Daniel Walt
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Hereinspaziert: Am Donnerstag öffnet die Olma ihre Tore. (Archivbild: Ralph Ribi)

Hereinspaziert: Am Donnerstag öffnet die Olma ihre Tore. (Archivbild: Ralph Ribi)

«Meine Kindheitserinnerungen an die Olma? Dass ich beim Säulirennen immer auf die falschen Tiere setzte», lacht Sängerin Paloma Würth. Schon als Dreikäsehoch gehörte ein Olma-Besuch mit der Familie für sie einfach dazu. Besonders die Tierschauen und der Streichelzoo faszinierten sie damals.

Paloma Würth: Auf Stimme achten
Wenn Paloma Würth heute an die Olma geht, tut sie das vor allem, um mit Kollegen zusammen zu sein, um Menschen zu treffen, die sie lange nicht mehr gesehen hat. In den vergangenen Jahren kamen Messebesuche aufgrund beruflicher Engagements etwas zu kurz.

Umso mehr freut sie sich auf die bevorstehende Olma, deren Besuch mit Freunden fest eingeplant ist. «Eine Dauerkarte lege ich mir aber nicht zu – das wäre stimmtechnisch wohl nicht so günstig», lacht Paloma Würth, die derzeit an ihrem neuen Album arbeitet. Nicht verpassen will sie einen Besuch auf der «Alp 7», von der sie schon viel gehört hat. Und auch ohne Süssigkeiten an den Jahrmarktständen geht es nicht. Auf Bahnen hingegen wird man Paloma Würth nicht sehen: «Da macht mein Magen leider nicht mit», sagt sie.

Uli Forte: Für anderes bezahlt
Bevor der heutige FC St.Gallen- und frühere Wil-Trainer Uli Forte 2006 seine Tätigkeit in der Ostschweiz aufnahm, war ihm die Olma kein grosser Begriff. «Ich erinnere mich bloss an einen Besuch mit meinen Eltern, als ich 12 oder 13 war», blickt der Brüttiseller zurück. Das einzige, was ihm vom Ausflug nach St.Gallen blieb: «Es hatte einen Haufen Leute. Und es war sehr lärmig», sagt er.

Aufs Zusammentreffen mit vielen Menschen, die man sonst das ganze Jahr über nicht sieht, freut sich Uli Forte im Hinblick auf die kommende Olma am meisten. Er spürt mittlerweile gut, welche Bedeutung die Olma in der Ostschweiz hat. Weil sein Team in Bellinzona drei Punkte holte und nun während zweier Wochen Nationalmannschaftspause ist, werden die FCSG-Spieler die Olma voraussichtlich am kommenden Montag besuchen dürfen. Dies anders als vor einem Jahr, als der Verein in einer sportlich ebenfalls schwierigen Phase ein Olma-Totalverbot aussprach.

Möglicherweise würden Mannschaft und Trainer die Olma dieses Jahr gemeinsam besuchen, sagt Uli Forte. Aber danach hat es sich dann sowohl für ihn als auch für die Spieler: «Wir sind für etwas anderes bezahlt», sagt Forte im Hinblick auf den Cupmatch, der am übernächsten Sonntag in Schaffhausen ansteht.

Thomas Scheitlin: Nicht ohne Süssigkeiten
Über wesentlich mehr Olma-Kindheitserinnerungen als Uli Forte verfügt der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin. «Mir kommen die verrückten Bahnen, Zuckerwatte und Magenbrot in den Sinn. Aber auch meine Ungeduld, wenn die Mutter an einem Stand stehen blieb, um das neueste Bügeleisen auszuprobieren», hält er fest.

Seit Thomas Scheitlins Kindheit gehört für ihn der Besuch von Messe und Jahrmarkt fix zum St.Galler Herbst. Dementsprechend freut er sich auch immer auf die neueste Austragung der Olma. Und dann, wenn sich die Stadt mit Fahnen schmückt und der erste Marroniduft in der Luft liegt, spürt es Scheitlin förmlich: Die Olma ist nicht mehr fern.

Der Stadtpräsident wird anfänglich wohl täglich an der Olma anzutreffen sein. «Nachher dann vielleicht jeden zweiten Tag für eine oder zwei Stunden», hält Thomas Scheitlin fest, der das zwanglose Flanieren und die Begegnungen mit Menschen an der Messe am meisten schätzt. Und im Anschluss an den Olma-Besuch gilt für ihn: Ohne eine Packung gebrannter Mandeln oder Magenbrot vom Jahrmarkt geht es nicht heimwärts.

Amanda Ammann: Dieses Jahr keine Olma
Zu den ersten Erinnerungen von Ex-Miss Schweiz Amanda Ammann an die Olma gehören der Jahrmarkt und die Süssigkeiten. In späteren Jahren sollte sie noch einige viel speziellere Erlebnisse während der Olma machen. «Vor einigen Jahren arbeitete ich an einem Magenbrot-Stand und musste den ganzen Tag <Rohner Magebrot!> in die Menge rufen. Dieses Erlebnis werde ich wohl nie vergessen», hält Ammann fest.

Ebenso unvergesslich für Amanda Ammann: Während der vergangenen Olma traf sie ihren Freund das erste Mal. Allfälligen Verehrern, die auf ein Zusammentreffen mit der Ex-Miss Schweiz an der kommenden Messe hoffen, sei aber gesagt: Sie werden dieses Jahr vergebens nach ihr Ausschau halten. Ammann, die ein Studium in Internationalen Beziehungen absolviert hat, macht bis Ende Jahr nämlich ein Praktikum auf der Schweizer Botschaft in den Philippinen.

Paloma Würth, Sängerin. (Bild: pd)

Paloma Würth, Sängerin. (Bild: pd)

Thomas Scheitlin, Stadtpräsident. (Archivbild: pd)

Thomas Scheitlin, Stadtpräsident. (Archivbild: pd)

Ex-Miss Schweiz Amanda Ammann. (Bild: Urs Bucher)

Ex-Miss Schweiz Amanda Ammann. (Bild: Urs Bucher)

FC St.Gallen-Trainer Uli Forte. (Bild: pd)

FC St.Gallen-Trainer Uli Forte. (Bild: pd)

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