Von Riesen und Einhörnern

GOSSAU. Der Walter-Zoo präsentiert seine neue Show «Fenja, die Einhornwächterin». Am Samstag feierte das Märchen Premiere und begeisterte Jung und Alt. Mit viel Liebe zum Detail wird der Zuschauer in eine Märchenwelt mitgenommen.

Karin Zimak
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Fenja alias Jeannine Federer mit dem «Einhorn» Lobelia an der Premiere vom Sommermärchen «Fenja, die Einhornwächterin». (Bild: Benjamin Manser)

Fenja alias Jeannine Federer mit dem «Einhorn» Lobelia an der Premiere vom Sommermärchen «Fenja, die Einhornwächterin». (Bild: Benjamin Manser)

Nur wenige auf der Welt können ein Einhorn finden und es in Sicherheit bringen. Fenja gehört zu diesen. Sie ist die Heldin im diesjährigen Sommermärchen im Walter-Zoo und verzaubert Kinder und Erwachsene. Und diese kommen in Strömen an die Premiere am Samstag. Das Zirkuszelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Schnee in der Manege

Wie es sich für ein Märchen gehört, spielen darin Gut und Böse. Fenja, die Einhornwächterin wird von der Königin beauftragt, das letzte noch freie Einhorn zu finden. Früher sorgten diese für Frieden auf der Welt. Doch Bösewichte wie der Feuer-Lord nahmen die Einhörner gefangen und brachten sie somit beinahe zum Verschwinden. Fenja macht sich daraufhin auf die Suche nach dem letzten noch verbliebenen Einhorn. Dabei trifft sie auf wunderliche Gestalten und Tiere, die jede Menge Tricks drauf haben. Wie zum Beispiel den Wettermacher, der es in seiner «Wetterfabrik» schneien lässt. In luftigen Höhen schwingt er sich am Seil durch die Manege und bringt Gross und Klein mit seiner Akrobatik zum Staunen. Auch regnen lässt es der Wettermacher. Dadurch wächst eine riesige Blume aus der Wiese. Aus ihr schlüpft ein Blumenmädchen. Mit Füssen und Armen wirbelt es Blumen und Baumstümpfe durch die Luft.

Kampf zwischen Gut und Böse

Dann stösst Fenja auf den Pan, der eine Ziege bei sich hat. Ohne zu meckern, springt diese von Stein zu Stein und balanciert auf dem Zaun. Schliesslich findet Fenja das Einhorn. Doch der Feuer-Lord trickst sie aus und nimmt das Einhorn mit sich. Mit Hilfe eines Fuchses, einer Eule und eines Moos-Riesen findet Fenja jedoch das Tor zum Bösen, hinter welchem sie das verlorene Einhorn vermutet. Im Kampf schafft es Fenja schliesslich mit Hilfe des Moos-Riesen, den Feuer-Lord zu besiegen und das letzte Einhorn zu befreien.

Der Riese aus dem Moos

Das Märchen «Fenja, die Einhornwächterin» hat nicht nur Artistik von Tier und Mensch zu bieten, welche die Zuschauer verzaubert, auch die Kulisse verwandelt das Zirkuszelt in eine Märchenwelt. So erhebt sich ein Moos-Riese mitten aus dem Bühnenbild. Als er zu sprechen beginnt, starren alle Kinder verdutzt hoch zum Giganten.

Doch nicht nur der Moos-Riese macht das Bühnenbild imposant. Jede Menge Details lassen den Zuschauer eine Stunde lang in eine Märchenwelt versinken. Und jedes Mal, wenn eine Ziege oder ein Hündchen auf die Bühne kommt, hört man von allen Seiten im Publikum «jö» und «wie herzig». Mucksmäuschenstill wird es, als die Heldin zuerst mit drei, dann mit vier Messern jongliert. Aber auch als der Feuer-Lord seine Show präsentiert und wild Feuerkreise in die Luft malt, ist das Publikum wie gebannt.

Fünf Artisten, viele Helfer

Das Programm begeistert Jung und Alt im Zirkuszelt. Das Schaffen der Artisten wird zum Schluss mit stehenden Ovationen belohnt. Hinter der Produktion stehen aber nicht nur die fünf Artisten in der Manege. Etwa 25 Personen haben dieses Jahr geholfen, das Märchen auf die Beine zu stellen. Die Geschichte rund um Bösewichte, Helden und Einhörner stammt aus der Feder von Gabi Federer, der künstlerischen Leiterin der Show, und ihrer Tochter Jeannine Federer. Letztere ist es auch, die die Rolle der Fenja übernimmt. Das Märchen wird den ganzen Sommer über bis am 20. Oktober jeden Tag im Zirkuszelt aufgeführt.

Montag bis Samstag von 15 bis 16 Uhr, Sonntag von 12 bis 13 Uhr und von 15 bis 16 Uhr im Walter-Zoo Gossau.

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