Von Nanas zu kreativen Betonarbeiten

Astrid Kreuzer hat sich mit ihren grossbusigen Nana-Figuren weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. In ihrem Atelier an der Güetlistrasse in Goldach sind Dutzende dieser Phantasieskulpturen entstanden, die so mach einen Garten zieren und viele Ausstellungen als Zierobjekte bereicherten.

Res Lerch
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Astrid Kreuzers neues Material für ihre Kunst ist Spezialbeton. (Bild: Res Lerch)

Astrid Kreuzers neues Material für ihre Kunst ist Spezialbeton. (Bild: Res Lerch)

Astrid Kreuzer hat sich mit ihren grossbusigen Nana-Figuren weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. In ihrem Atelier an der Güetlistrasse in Goldach sind Dutzende dieser Phantasieskulpturen entstanden, die so mach einen Garten zieren und viele Ausstellungen als Zierobjekte bereicherten. Jetzt hat sich Astrid Kreuzer aber entschieden, künstlerisch neue Wege zu beschreiten.

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Nichts ist beständiger als der Wandel, heisst ein Sprichwort. Dies hat sicher auch im Künstlermetier Gültigkeit – zumal sich über Kunst sowieso nicht diskutieren lässt. Was aber nicht der Grund ist, dass Astrid Kreuzer nun ihr Hauptaugenmerk von diesen Figuren wegnimmt. «Es war für mich mal wieder Zeit, mich Neuem zuzuwenden, mich mit neuen Materialien auseinanderzusetzen», sagt sie und hat sich gleich auch noch entschieden, das Atelier im eigenen Wohnhaus aufzugeben und an der Löwenstrasse 7 in Goldach vorübergehend ein neues Atelier aufzubauen. Ihr neues Material ist Spezialbeton, der ihr ermöglicht, moderne und filigrane Objekte zu schaffen. So kann sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. «Das passt mir, wenn ich mit einem Material arbeiten kann, welches von seiner Struktur her klar ist und trotzdem viel Individualität zulässt», so Astrid Kreuzer und fügt bei, dass sie sich nicht grundsätzlich von ihren Nanas verabschiedet hat. «Die Frauenfiguren werden immer ein Teil von mir sein und bleiben. Aber ich möchte mich auch als Kunstschaffende weiterentwickeln und bin auch deshalb in ein grösseres Atelier umgezogen. Durch den Austausch mit Jacqueline Lengweiler und Gertrud Jost, die mit mir dieses Atelier teilen, findet eine kreative Auseinandersetzung beim Schaffen neuer Projekte statt.»

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In einem Punkt ist sich Astrid Kreuzer aber treu geblieben. Ob nun Nanas oder Spezialbeton: jedes ihrer Kunstwerke ist ein Unikat. Und es macht nicht den Anschein, dass «Beton» ihre letzte Station im künstlerischen Schaffen ist. «Ich habe spannende Projekte im Kopf, die aber noch ein bisschen wachsen müssen», blickt Astrid Kreuzer erfreut in die nähere Zukunft. Und der nächste Wandel ist ja auch schon geplant. Aber mehr lässt sich die Künstlerin nicht in die Karten schauen.

In dieser Rubrik werden in loser Folge Menschen aus der Region, die man aus dem Alltag kennt, näher vorgestellt.

Bild: Res Lerch

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