Von Ferraris und 11-Uhr-Läuten

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Gaiserwalds neuer Schulratspräsident Jürg Seitter ist noch nicht ganz 100 Tage im Amt, darum verzichtete er am Montag auf eine erste Bilanz. Stattdessen erinnerte er daran, dass die Schule ein Abbild unserer vielfältigen Gesellschaft sei. Auch die beste Lehrperson könne aus einem Traktor keinen Ferrari machen. Wichtig sei aber, dass beide gut laufen und in ihrem Einsatzgebiet eine tragende Rolle spielen. Seitter weiss, wovon er spricht: Damals noch Gaiserwalder Feuerwehrkommandant, durfte er 2016 das neue Tanklöschfahrzeug einweihen. (cor)

1,4 Millionen Franken soll Eggersriet 2017 aus dem Finanzausgleich erhalten – ein stattlicher Betrag. So stattlich, dass sich Gemeindepräsident Roger Hochreutener, selbst Mitglied der zuständigen Kommission in der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidenten, mit bösen Zungen konfrontiert sieht. «Sie behaupten, dass ich etwas damit zu tun hätte», sagt er mit einem Augenzwinkern. (nh)

Andwils Gemeindepräsident Toni Thoma musste sich kürzlich von einem Bürger anhören, dass er, kaum im Amt, schon ein neues Gemeindehaus bauen lassen wolle. Ganz ernst gemeint war der Seitenhieb natürlich nicht. Schliesslich ist noch nicht entschieden, ob das Gebäude neu gebaut oder saniert wird. (ad)

Ein Muoler Senior vermisst das «Elfilüte».«Während meine Frau am Sonntag kocht, gehe ich gerne im Dorf spazieren», sagte er. Nur eines fehle: das 11-Uhr-Läuten. «Für mich als Katholik gehört dieses einfach dazu.» Kirchenverwaltungsrat Markus Müller bestätigte, dass dieses Läuten vor zwei Jahren am Sonntag abgeschafft wurde. Das Angelusläuten erinnert an die Menschwerdung Christi, erklärte Kurator Paul Benz und ergänzte schmunzelnd: «Und nicht daran, wann der Zmittag fertig ist.» (woo)