Von Bijous und grossen Kisten

Das gestrige Jahrestreffen des Stadtrats mit den Medienschaffenden stand im Zeichen des Abschiednehmens. Und des Entlastungsprogramms «Fit 13plus», das ab 2014 wirksam wird.

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Thomas Scheitlin hält Rückschau hoch über den Dächern der Stadt, aufmerksam beobachtet von Amtskollege Fredy Brunner. (Bild: David Gadze)

Thomas Scheitlin hält Rückschau hoch über den Dächern der Stadt, aufmerksam beobachtet von Amtskollege Fredy Brunner. (Bild: David Gadze)

Es gehört zu den besonderen Erlebnissen in dieser Stadt, hoch über deren Dächern tafeln zu dürfen. Zum Beispiel im 12. Stock des Rathauses, wohin der Stadtrat alljährlich die Medienschaffenden aus Stadt und Region St. Gallen zu einem Mittagessen einlädt.

Das gestrige Treffen war das letzte in der laufenden Legislatur 2009–2012 und zugleich das letzte in alter Zusammensetzung: In wenigen Tagen endet die Amtszeit von Baudirektorin Elisabeth Beéry (seit 2001) und Schuldirektorin Barbara Eberhard (2005).

Südliche Altstadt gestaltet

Stadtpräsident Thomas Scheitlin würdigte die beiden Kolleginnen in einer kurzen Ansprache, führte besonders herausragende Projekte im Rahmen ihrer Tätigkeiten an. Bei Elisabeth Beéry zum Beispiel die Neugestaltung der südlichen Altstadt, seiner Auffassung nach «unser Bijou im Süden». Bei Barbara Eberhard die Schulbehörden-Reorganisation, die als «Päcklein» begonnen und sich zusehends als «grosse Kiste» erwiesen habe. Das Stadtoberhaupt wünschte den beiden scheidenden Stadträtinnen «viele Visionen auf dem weiteren Lebensweg». Auf Leserbriefe aus ihrer Feder könne er aber gut verzichten, fügte Scheitlin augenzwinkernd an. Um gleich wieder ziemlich ernst zu werden.

35 Millionen ab 2014

Erstmals seit vielen Jahren schreibe der Stadthaushalt nämlich wieder rote Zahlen. Ein Massnahmenpaket unter dem Titel «Fit 13plus» soll ab 2014 Abhilfe schaffen und das Budget um 35 Millionen entlasten. Die Zeit dafür dränge, so Scheitlin, müssten doch bereits im Juni «handfeste Resultate» vorliegen.

Allgemein sprach er von einem «guten 2012». Viel «Bemerkenswertes» sei geleistet worden, etwa der Ankauf des Bahnhofs St. Fiden. Zudem seien das Projekt Zeitvorsorge aufgegleist oder unlängst der erste städtische Richtplan verabschiedet worden. (an.)

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