Vom Wallis bis ins Bundeshaus

Merz und Leuenberger verabschieden sich. Bruno Zürcher aber verspricht, auch nach seinem zwanzigsten Mal, genau am 19. Januar 2011, wieder aufzutreten.

Peter Beerli
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Rorschach. «Reitet bei Vollmond ein böser Affe ein wildes Schwein, wird bald schon Departementsverteilung sein.» So lautete am Mittwochabend die Schlagzeile zu Bruno Zürchers zwanzigstem Kornhausbräu-Auftritt. Im dritten Jahr schon liest der Goldacher Kabarettist seine «Punkt acht»-Nachrichten und zeigt die passenden Bilder dazu. Wieder war das Lokal bis auf den letzten Sitzplatz mit Gästen besetzt, welche Bruno Zürchers Ironie lieben.

Wieder waren sie alle gespannt, welche Ereignisse der vergangenen Wochen ihm wert waren, in seine Nachrichten aufgenommen zu werden.

Leuthards Streicheleinheiten

Noch vor der Departementsverteilung streichelte Doris Leuthard ein kleines Schwein, wurde die Winterpause der Jakobsbrunnen-Glöckner angezeigt und «O mein Heimatland» angestimmt.

Die Osloer Fehlbesetzung sei des Stadtpräsidenten Standortmarketing gewesen, behauptete Bruno Zürcher, die Stadträte Ambauen, Deubelbeiss und Fuchs hätten den Background dazu gebrummelt und Etterlin wolle seine Meinung dazu in einem Leserbrief kundtun. Wenn dann Gölä in den Nationalrat gewählt werde, werde dort die «Internationale» gesungen.

Während an der Olma die kulinarischen Genüsse der Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura getestet wurden, habe man im Wallis dem Wolf sein Fleisch

vergönnt und mit Missvergnügen den Korruptionskampf Sepp Blatters – auch er ein «Wolf im Schafspelz» – beobachtet. Statt Sehtests für über 50jährige Autofahrer einzuführen, sei eine Fahrprüfung für Rollatoren erforderlich.

Humor für die Strahlendste

Endlich kamen auch die Bundesräte ins Visier des Spassmachers.

Er eröffnete die Folge mit Hansruedi Merz' «Bü-Bü-Bündnerfleisch-Gelächter» und wusste, dass Bundesrätin Leuthard gegen Atomkraftwerke sei, weil sie die Strahlendste im Land bleiben möchte. Kollege Leuenberger schliesslich habe sich aus dem goldenen Graben verabschiedet. Die Stadt Rorschach habe nur vier unbrauchbare Schatzsucher-Nachfolger, Ueli Maurer aber 400 Schützenpanzer gefunden.

Die Eröffnung des «Englers» am See habe Sportkanone Koller Gelegenheit gegeben, sich von Thomas Müller zu einer warmen Mahlzeit einladen zu lassen.

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