Vom «therapeutischen Krach» zur Tour

Die Band Trümmer garantiert mit feinsinnigen Texten, lauten Gitarrenklängen und abgestimmten Beats auf ihrer Tour für volle Hallen. Heute abend sind sie im «Treppenhaus» Rorschach zu hören. Davor spielt Deichkind-Mitglied Sven Janetzko mit Mint Mind.

Livio Frey
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Die Band Trümmer rockt heute abend im «Treppenhaus» Rorschach. Support bekommen sie von Mint Mind mit Deichkind-Mitglied Sven Janetzko. (Bilder: Christoph Voy/pd)

Die Band Trümmer rockt heute abend im «Treppenhaus» Rorschach. Support bekommen sie von Mint Mind mit Deichkind-Mitglied Sven Janetzko. (Bilder: Christoph Voy/pd)

RORSCHACH. Sie waren als Headliner bei der Monsters of SPEX-Tournée unterwegs, hatten Auftritte beim Halden Pop Festival und unterstützten Musiker wie Casper oder Dinosaur Jr.: Die dreiköpfige Band Trümmer, bestehend aus Paul Pötsch, Tammo Kasper und Maximilian Fenski, ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Obwohl sie erst 2014 ihr Debütalbum veröffentlicht haben und somit noch nicht seit Ewigkeiten in der Musikbranche tätig sind, erhielten Trümmer schon den «Preis der deutschen Schallplattenkritik» und wurden mit dem Hamburger Musikpreis als Nachwuchs des Jahres 2014 ausgezeichnet.

«Irgendwie ergab sich alles»

Die Kritikerlieblinge fanden im Frühjahr 2012 in Hamburg zusammen. «Aus der Kneipenszene ergibt sich schnell etwas, so waren wir am Anfang zu fünft und experimentierten in meiner Wohnung herum», sagt Paul Pötsch, Sänger und Gitarrist der Band. Zu Beginn sei es ein «therapeutisches Krachmachen» gewesen, woraus sich dann Schritt für Schritt eine richtige Band formte. «Auf jeden Fall kam alles sehr überraschend», meint Paul Pötsch.

Deichkind-Mitglied als Support

Jugend, Selbstbestimmung und Probleme in Grossstädten sind nur einige der Themen, welche die Band in ihren Liedern anspricht. Auf ihrer Tour bekommen Trümmer prominente Unterstützung: Zum einen vom Tocotronic Gitarrist Rick McPhail sowie vom Deichkind-Mitglied Sven Janetzko. Die beiden spannen im Projekt Mint Mind zusammen. Ihre Musik beschreiben sie als «mostly fuzzy and sometimes trippy, always with a foot in the annals of indie», was soviel bedeutet wie: «vielfach unscharf und manchmal schräg, aber immer mit einem Fuss in der Geschichte des Indie». Wer Trümmer nicht verpassen will, sollte diese Chance heute nutzen, denn es ist das einzige Schweizer Konzert.

Trümmer & Mint Mind, Donnerstag, 5. Februar, 21 Uhr, Café Bar Treppenhaus Rorschach

Bild: Conny Winter

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