Vom Stahlhandel in die Politik

Florian Kobler wurde an der Nominationsversammlung vom Donnerstagabend einstimmig zum neuen Präsidenten der SP-Kreispartei St. Gallen-Gossau gewählt. Der 37-Jährige ist in Gossau aufgewachsen, wo er noch heute wohnt.

Drucken
Teilen
Florian Kobler Neuer Präsident SP-Kreispartei St. Gallen-Gossau (Bild: pd)

Florian Kobler Neuer Präsident SP-Kreispartei St. Gallen-Gossau (Bild: pd)

Florian Kobler wurde an der Nominationsversammlung vom Donnerstagabend einstimmig zum neuen Präsidenten der SP-Kreispartei St. Gallen-Gossau gewählt. Der 37-Jährige ist in Gossau aufgewachsen, wo er noch heute wohnt. Zunächst machte er eine Lehre im Detailhandel und war in der Stahlbranche bei der Firma SFS tätig. Dann kam es zum «Bruch», wie er lachend sagt. Von der Privatwirtschaft wechselte Kobler zur Gewerkschaft Sina, wo er derzeit als Gewerkschaftssekretär arbeitet.

Gegen Lohndumping

Demnächst wird Florian Kobler die Gewerkschaft wechseln, von der Sina zur Unia, wo er künftig als Geschäftsführer der paritätischen Kommission und als Leiter des Gesamtarbeitsvertragsvollzuges arbeiten wird. In der Gewerkschaft kämpfe er gegen Lohndumping und Schwarzarbeit. Kobler bezeichnet Politik als seine Leidenschaft. Seit sechs Jahren sitzt er für die SP im Gossauer Stadtparlament, davon drei Jahre als Fraktionspräsident. Er wehre sich jeweils mit Händen und Füssen gegen die überwiegende bürgerliche Mehrheit – den «Betonblock», wie er sagt.

Für Fahrende

In Gossau macht Kobler derzeit mit seinem Engagement für die Fahrenden von sich reden. Nachdem das Parlament im September den geplanten Durchgangsplatz für Fahrende in Gossau abgelehnt hatte, lancierte die SP Gossau-Arnegg ihre erste Initiative überhaupt. 700 Unterschriften sind nötig, um die Vorlage vors Volk zu bringen. Kobler: «Wir sind auf gutem Weg.» (rbe)