Vom «Ochsen» zum «Ochsen»

GOLDACH. Ein knappes halbes Jahr nach der «Eröffnung» hat der «Ochsen» in Goldach im Sommer wieder dichtgemacht. Nun versucht sich Raymond Santschi als Gastgeber in Beda Hutter's Restaurant.

Rudolf Hirtl
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Empfangen am Montag, 1. Oktober, ab 8.30 Uhr die ersten Gäste im Goldacher «Ochsen», Gastgeber und Pächter Raymond Santschi, Linda Engel (Service) und Küchenchef Nicola Bellino (links). (Bild: Rudolf Hirtl)

Empfangen am Montag, 1. Oktober, ab 8.30 Uhr die ersten Gäste im Goldacher «Ochsen», Gastgeber und Pächter Raymond Santschi, Linda Engel (Service) und Küchenchef Nicola Bellino (links). (Bild: Rudolf Hirtl)

Gutbürgerliche Küche mit Schwerpunkt auf Fisch – mit dem bewährten Konzept, das bereits im «Sulzberg» Erfolg hatte, wollten Daniela und Michael Fuchs den «Ochsen» im Goldacher Dorfzentrum auf Kurs bringen. Im Vorfeld der Eröffnung (6. Dezember) machte das junge Geschwisterpaar – sie ist 25, er 23 – allerdings auch auf die problematische Infrastruktur aufmerksam; eine kleinere Küche als gewohnt, fehlende Abstellflächen und Lagerräume. Die Hoffnung, dass der «Ochsen» ähnlich wie der «Sulzberg» zum Speiserestaurant wird, erfüllte sich nicht. Anders als von Liegenschaftsbesitzer Beda Hutter erwartet, strömte das Volk denn auch nicht in Scharen, sondern eher spärlich in das Restaurant. Mit der Konsequenz, dass Daniela und Michael Fuchs den «Ochsen» auf die Sommerferien hin schliessen mussten.

Ausgewiesener Fachmann

Von mangelnder Infrastruktur will Beda Hutter nichts wissen. Seiner Ansicht nach ist der «Ochsen», für dessen Sanierung er über drei Millionen Franken investiert hat, «phantastisch eingerichtet». Alleine die Küche habe eine halbe Million Franken gekostet. Dass es nicht am Restaurant liegt, soll nun Raymond Santschi beweisen. Der Erfahrungsrucksack, den der Berner mitbringt, ist gut gefüllt, unter anderem mit Kochlehre, Hotelfachschule, diversen Weiterbildungen und der Tätigkeit als Prüfungsexperte bei der Hotel- und Touristikfachschule Passugg-Chur. In den vergangenen fünf Jahren war er Pächter des Hotel-Restaurants Ochsen in Niederuzwil. Zuvor leitete Santschi das Hotel Silberhorn in Wengen und das Hotel Münchwilen. Zudem hatte er leitende Stellungen in den Stadtzürcher Hotels Sonneberg, Savoy, Zürich und Baur au lac inne.

«Beda Hutter war mir sofort sympathisch. Ich habe gemerkt, dass die Chemie zwischen uns stimmt», sagt Santschi auf die Frage, wieso er sich nach Goldach lotsen liess. Zudem ist er vom Potenzial des «Ochsen» überzeugt. Mit der Infrastruktur ist der Betrieb seiner Ansicht nach gut zu meistern. Santschi räumt aber ein, dass mit Umstrukturierungen in der Küche der Ablauf verbessert wurde. Die Speisekarte ist vielfältig und umfangreich gestaltet. Neben dem A-la-Carte-Angebot mit Fisch-, Fleisch-, Lamm- und Vegi-Gerichten (24.50 bis 38.50 Franken) gibt's täglich vier verschiedene Tagesteller (19.40 bis 22.50 Franken).

Leidenschaft für Weine

Salate, Kleinigkeiten und der «Ochsen Toast» runden das Angebot, das Santschi als auch für Familien preiswert bezeichnet, ab. Als Weinliebhaber legt er zudem Wert auf eine breite Auswahl an heimischen und ausländischen Weinen. Neben dem Chef und sechs weiteren Mitarbeitern sorgen Nicola Bellino als Küchenchef und Walter Zinzula als Chef de Service für das Wohl der Gäste. Diesen stehen im Restaurant 60, im Saal 100 und im Garten 100 Plätze zur Verfügung.

Eröffnung «Ochsen» Goldach, Montag, 1. Oktober, 8.30 Uhr. Öffnungszeiten Montag bis Samstag 8.30 bis 23 Uhr, sonntags 8.30 bis 18 Uhr.