Vom Käfer bis zur Corvette

Praktische Kleinwagen, sportliche Coupés und wahre Luxusschlitten: In der Olma-Halle 9 und darum herum sind bis am Sonntag Autos in allen Formen und Grössen ausgestellt. Zu den neuen Modellen gesellen sich auch Ente und Käfer.

Claudia Schmid
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Die Auto-Mobil 2014, die achte Ostschweizer Messe für Mobilität, hat gestern Freitag in St. Gallen ihre Tore geöffnet. (Bild: David Suter)

Die Auto-Mobil 2014, die achte Ostschweizer Messe für Mobilität, hat gestern Freitag in St. Gallen ihre Tore geöffnet. (Bild: David Suter)

«Adrenalin», «Herzklopfen» und «Faszination» lauten die drei Schlagworte, mit denen die Auto-Mobil 2014 für einen Rundgang durch die Messehallen wirbt. Tatsächlich dürfte der Anblick einer knallroten Corvette oder eines pechschwarzen Alfa Romeos in Prunkausführung bei manchem Autofan das Herz ein paar Takte höher schlagen lassen. Für Ernüchterung sorgen hingegen die Preise der Luxuskarossen. Wohl nur ein kleiner Teil der Besucherinnen und Besucher wird einen Kauf auch nur in Betracht ziehen können.

Anfassen erwünscht

Doch auch für kleinere Budgets ist die Auswahl der Modelle an der Auto-Mobil beträchtlich. Die Aussteller haben 26 verschiedene Marken in den Hallen plaziert. Auffallend ist, dass die Fahrzeuge farblich vorwiegend in schwarz, Weiss und Grau gehalten sind. Nur ab und setzt ein blaues, rotes oder gelbes Auto einen bunten Farbtupfer in den Wagenpark.

Anfassen, testen und vergleichen ist ausdrücklich erwünscht. So wird der Kombi auf seine Familientauglichkeit geprüft, der kompakte Kleinwagen auf seine Eignung für den Stadtverkehr und das Auto mit alternativem Antrieb auf seine Umweltfreundlichkeit.

Lamborghini für 40 Franken

Einige der ausgestellten Fahrzeuge können durchaus als günstig im Preis bezeichnet werden. Geradezu ein Schnäppchen aber ist ein knallgrüner Lamborghini, den es für 40 Franken zu kaufen gibt. Er ist allerdings nur 20 Zentimeter lang und taugt nicht für eine rasante Fahrt über die Autobahn, sondern als Weihnachtsgeschenk für kleine, allenfalls auch grosse Autofans.

Zwischen den neuen Modellen der Saison stehen immer wieder Wagen, auf denen ein Schild mit der Bitte «Nicht berühren» steht. Sie gehören zu den beiden Sonderausstellungen der Auto-Mobil 2014. In jedem Jahrzehnt gab und gibt es Autos, die durch Design oder Technologie ein Spiegel ihrer Zeit sind. Das zeigt die Sonderschau «Jugendlieben», welche Fahrzeuge der 1970er- und 1980er-Jahre in den Mittelpunkt stellt. Sie erinnert daran, dass der berühmte Käfer von Ferdinand Porsche konstruiert wurde. 1946 wurde der erste ausgeliefert. Knapp zehn Jahre später waren bereits eine Million Käfer produziert. Er ist bis heute an zweiter Stelle der meistverkauften Wagen der Welt aufgeführt. Nur der Toyota Corolla konnte ihn schlagen.

Ausgestellt ist auch der italienische Cinquecento, der das Nachfolgemodell des Topolino war. Von ihm wurden zwischen 1957 und 1977 3,5 Millionen Exemplare hergestellt. Die Einzelaufhängung und die selbsttragende Karosserie galten damals als fortschrittlich. Und natürlich fehlt auch die «Ente» nicht. Der Citroën 2CV zählte in Frankreich zu den populärsten Fahrzeugen. Alle Modelle konnten auch mit einer Handkurbel gestartet werden.

Schnelle Flitzer und Eco-Mobil

Die zweite Sonderausstellung ist Rennwagen aus alter und jüngerer Zeit gewidmet. Die meisten von ihnen kamen auf Rundstrecken oder an Bergrennen wie in Arosa oder Hemberg zum Einsatz. Auf dem Freigelände laden drei Roadshows mit verschiedensten Marken zum Testen ein.

Weitere Bilder www.tagblatt.ch