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Vom furchtlosen Glückskind

RORSCHACH. Acht Erwachsene und zwölf Kinder üben fürs Märchentheater «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren». Die Aufführungen finden in der Aula der Pädagogischen Hochschule Mariaberg statt, wo 1978 einst alles begonnen hatte.
Peter Beerli
Erwachsene und Kinder üben mit grossem Engagement fürs Märchentheater «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren». (Bilder: Livia Büchler)

Erwachsene und Kinder üben mit grossem Engagement fürs Märchentheater «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren». (Bilder: Livia Büchler)

Mäuse flitzten über die Bühne, Kröten entstiegen dem Brunnen, aus dem tatsächlich richtiges Wasser floss, und das Glückskind befand sich auf dem Weg zur Hölle, aus der es sich die drei goldenen Haare des Teufels holen soll. Das und vieles mehr geschah am Mittwoch- und Donnerstagnachmittag auf der Bühne der Heilpädagogischen Sonderschule Wiggenhof.

Neu im Frauenteam

An den Wänden des Saals hingen vornehme Königsgewänder und Hudeln der Räuber, Kostüme, welche Kathi Zünd entworfen hatte. Sie gehört neu zum Team, in welchem erstmals auch die Theaterpädagogin Beatrice Mock der während langer Jahre bewährten Regisseurin Christa Furrer aus Heiden zur Seite steht. Unter der Leitung von Beatrice Mock probten am Mittwochnachmittag acht Frauen und zwölf vier- bis dreizehnjährige Kinder des Märlitheaters für die Aufführungen von «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren».

Da war der Baum angedeutet, auf welchem goldene Äpfel wachsen sollen, und der mit Wein gefüllte Brunnen. Man lernte den König, der vor nichts zurückschreckt, die hartgesottenen Räuber, die seine Pläne vereiteln, und sogar des Teufels Grossmutter kennen. Sie alle bieten Gewähr dafür, dass auch dieses Jahr wieder ein farbenfrohes, spannendes und amüsantes Märchenspiel zu sehen ist.

Gleich doppelt besetzt

Neben den Erwachsenen sind es vorwiegend Mädchen, welche auf der Bühne auftreten, während ein paar Buben eher hinter den Kulissen mithelfen. Für den musikalischen Teil zeichnet einmal mehr Margaretha Lendi verantwortlich. Die Hauptrolle des Glückskindes wird gleich von zwei theatererfahrenen Mädchen eingeübt. Die übrigen Charakterrollen sind Frauen anvertraut.

Das eine der Mädchen, welches die Rolle des Glückskindes einstudiert, war schon bei den Aufführungen von «Frau Holle», «Kalif Storch» und «Die Geschichte von der Schüssel und vom Löffel» dabei. Wer dieses Jahr auf die Bühne tritt, hat auch eine Sprechrolle inne. Kopf-Mikrophone bieten Gewähr dafür, dass man auch die Kinder gut hören kann. Beatrice Mock hatte auch die Bühnenversion des aktuellen Stücks geschrieben.

Sie freute sich am Mittwoch, dass die Texte bei Kindern und Erwachsenen so gut sitzen, so dass nun noch das Zusammenspiel ausgefeilt werden und das Spiel mit den Kulissen, welche dieses Jahr besonders vielfältig sind, geprobt werden muss. Im Wiggenhof genoss das Märlitheater für seine Proben Gastrecht.

Aufführungen auf Mariaberg

Zur Premiere am 24. Oktober und zu den Aufführungen am 27. und 31.

Oktober treten die Theaterleute auf der Bühne der Pädagogischen Hochschule Mariaberg auf, bevor sie sich dann auf die Tournée nach Degersheim, Appenzell, Heiden, Widnau und Altstätten begeben. Auf Mariaberg hatte vor über dreissig Jahren mit «Hänsel und Gretel» alles begonnen. Seither formieren sich immer wieder neu Frauen und Kinder fürs Märlitheater.

Viele heute erwachsene Rorschacherinnen und Rorschacher erinnern sich gerne, selbst einst als Kind mitgespielt zu haben, sei es in «Ali Baba und die vierzig Räuber», beim «Kleinen Muck» oder in einem andern der über zwanzig Stücke, die seit 1978 zur Aufführung gelangt sind.

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