Vom eisigen Hafen zum Park

Nonnenhorn ist klein – und bunt. Diesen Eindruck vermitteln bei der Anfahrt der mit Blumen geschmückte Steg, an dessen Spitze die Schiffe anlegen, und die Badetücher im Strandbad, das wenige Schritte vom Steg entfernt liegt.

Corina Tobler
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Rainer Krauss Bürgermeister (Bild: pd)

Rainer Krauss Bürgermeister (Bild: pd)

Nonnenhorn ist klein – und bunt. Diesen Eindruck vermitteln bei der Anfahrt der mit Blumen geschmückte Steg, an dessen Spitze die Schiffe anlegen, und die Badetücher im Strandbad, das wenige Schritte vom Steg entfernt liegt. Das Dorf, das im Winter 1963 von Rorschach aus über den gefrorenen See zu Fuss erreichbar war, empfängt seine Gäste, anders als die Mehrheit der deutschen Häfen, nicht mit einer Gastromeile, sondern mit einem weitläufigen Park.

Kaum öffentliche Flächen

Kein Zufall, wie Bürgermeister Rainer Krauss sagt. «Einem Dorf, das von Obst- und Weinbau geprägt ist, ist eine Grünanlage ohne repräsentatives Empfangsgebäude mit Gastronomie angemessen. Zumal unmittelbar angrenzend ein Gastronom ein Café betreibt, und man in wenigen Schritten in der Dorfmitte mit grossem Gastroangebot ist.» Nonnenhorn könne und wolle sich nicht mit grösseren Städten wie Friedrichshafen vergleichen, den Gästen aber ein schönes Ambiente bieten. «Die Uferanlage ist eine der wenigen öffentlichen Flächen, da die grosse Mehrheit der Uferabschnitte in Privathand ist. Die Uferanlage ist mit Ausnahme des Strandbads ebenfalls von Privatgrundstücken umgeben, so dass keine Ausdehnungsmöglichkeiten bestehen», sagt Krauss. Auch der Steg, den die Gemeinde pflegt, gehört nicht ihr, sondern den Bodensee-Schifffahrtsbetrieben Konstanz.

Park erst seit den 1970er-Jahren

«Historisch gesehen ist ein Grossteil der Uferanlage aufgeschüttet. Das Material, das beim Bau der Unterführung an der Bundesstrasse Anfang der 1970er-Jahre herausgebrochen wurde, schob man in den See vor, um so den Platz für Park und Strandbad zu schaffen.» Dank Landabtausch mit den Eigentümern des Villengrundstücks im östlich des Parks konnte die Fläche auf die heutige Grösse erweitert werden.

Bei der Anfahrt auf den Steg, über den Nonnenhorn erreichbar ist, präsentiert sich das Ufer vielseitig. Im Westen finden sich Strandbad (hinten links) und der Hafen des örtlichen Segelvereins, im Osten die Bäume des Parks. (Bilder: Corina Tobler)

Bei der Anfahrt auf den Steg, über den Nonnenhorn erreichbar ist, präsentiert sich das Ufer vielseitig. Im Westen finden sich Strandbad (hinten links) und der Hafen des örtlichen Segelvereins, im Osten die Bäume des Parks. (Bilder: Corina Tobler)

Blumen und Sitzgelegenheiten gestalten den Steg zum Ufer einladend. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Blumen und Sitzgelegenheiten gestalten den Steg zum Ufer einladend. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Der Park (Blick zum Strandbad) wurde in den 1970er-Jahren aufgeschüttet. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Der Park (Blick zum Strandbad) wurde in den 1970er-Jahren aufgeschüttet. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Nicht nur am, auch im Wasser kann man in Nonnenhorn entspannen. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Nicht nur am, auch im Wasser kann man in Nonnenhorn entspannen. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Dieser Stein erinnert an die bisher letzte Seegfrörni im Jahr 1963. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Dieser Stein erinnert an die bisher letzte Seegfrörni im Jahr 1963. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Bild: Corina Tobler

Bild: Corina Tobler