Vom Baum zum Dachbalken

ST. GALLEN. Die Holznutzung im St.Galler Wald, die Einschnittmengen der Sägereien und der Holzverbrauch im Bauwesen sind eng miteinander verflochten. Gefragt ist derzeit vor allem Nadelrundholz.

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Rundholzlagerplatz in Gossau. (Bild: pd)

Rundholzlagerplatz in Gossau. (Bild: pd)

Der Holzfluss und die Holzverarbeitung müssten im harten Wettbewerb auf internationalen Märkten bestehen, zum Beispiel die Firma Holzwerk Lehmann AG als grösste Sägerei im Kanton, die sich hauptsächlich mit einheimischem Rundholz versorgt, wie es in einem Communiqué der Staatskanzlei heisst.

Wertschöpfung in der Region

Die einheimischen Sägereien seien auf Rundholz angewiesen, eine kontinuierliche Versorgung sei «lebenswichtig», heisst es in der Mitteilung. Die regionalpolitische Bedeutung der Holzwirtschaft wird an einem Beispiel aus dem Energiesektor gezeigt. Werden für die Produktion von Energie 100 Franken eingesetzt, so zeigen Untersuchungen, dass beim Holz 52 Franken in der Region und 48 Franken in der Schweiz verbleiben. Die Bilanz für Öl fällt schlechter aus: Nur 16 Franken bleiben in der Region, 25 Franken in der Schweiz und rund 59 Franken der Wertschöpfung wird im Ausland generiert.

Die Nutzung des einheimischen Rohstoffes Holz macht sich bezahlt, ökonomisch wie ökologisch, heisst es in der Mitteilung. Je kürzer die Wege, desto mehr kommen dessen Vorzüge zum Tragen. Die Waldeigentümer stellen das Rundholz bereit und regionale Sägereibetriebe sorgen für eine fachmännische Verarbeitung.

Partnerschaften wichtig

Für die ganze Wertschöpfungskette Holz vom Baum bis zum Dachbalken sei es wichtig, dass die Partner eine enge Zusammenarbeit pflegten, wird im Communiqué betont. So zum Beispiel die Waldeigentümer, der Forstdienst und die Sägereibranche in der Waldregion 1, die gegenseitig eine kontinuierliche Lieferung und Abnahme von Rundholz garantieren. Starke Partnerschaften bedeuten verbesserte Absatzmöglichkeiten für die Waldbesitzer und kontinuierliche Holzlieferungen an die Sägereien. (red.)