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Vom analogen Kunden zum «Client»

Post nimmt den Schleichweg Ausgabe vom 15. Juni 2016

Der vielzitierte Service Public wird von der Post selbst zu Grabe getragen. Der Postkunde war noch nie König. Er wird jetzt zum Bettler gemacht. Das Postpersonal wird immer mehr durch seine Führung entmündigt und zu willenlosen Befehlsempfängern degradiert. Wir, die Postkunden, sollen von analog (Einzahlungen mit Postbüchlein beziehungsweise Bargeld und so weiter) zu digitalen «Clients» erzogen werden. Die freie Verfügung über seine eigenen Mittel (beispielsweise Bargeld) wird bis zu dessen Abschaffung vorangetrieben. Der nächste Schritt, die Einpflanzung eines Datenchips bei jedem Menschen (ist bei den Haustieren schon vollzogen), macht uns endgültig zu digitalen Volldeppen. Wollen wir das wirklich? Fordern wir den gesetzlich vorgeschriebenen Service Public ein. Zahlen wir mehr mit Bargeld. Wie sagt der Volksmund: «Nur Bares ist Wahres.» Bargeld ist gelebte Freiheit.

Toni Lutz, Reggenschwilerstrasse 28, 9402 Mörschwil

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