Voltigierer nicht vertreiben

Abstimmung 28. September: Reithalle scheidet die Geister Ausgabe vom 28. August 2014

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Viele Sportler benützen städtische Einrichtungen, um ihrem Hobby nachzugehen. Wieso will man dies den Voltigierern und Reitern nicht gönnen? Es ist doch gerade die Vielfalt, welche eine lebendige Stadt auszeichnet. Hat man sich überlegt, dass bei einem teuren Umbau der Reithalle für die Kultur möglicherweise einige Künstlerateliers verloren gehen könnten, um die für eine Konzerthalle nötige Infrastruktur bereitzustellen? Ich weiss, damals, vor vielen Jahren, als das Geschäft Reithalle auf der politischen Agenda stand, wurde auch die Option von kulturellen Nutzungen erwähnt. Das war wohl etwas unbedacht. Waren es abstimmungstaktische Äusserungen? Ich habe mich im Stadtparlament jederzeit für kulturelle Belange eingesetzt, sei es für das Palace oder im Verwaltungsrat Konzert und Theater St. Gallen für die Lokremise. Es mag sein, dass für verschiedene kulturelle Zwecke immer noch geeignete Räume fehlen. Von einer Vertreibungspolitik zulasten der Voltigierer und Reiter halte ich aber gar nichts. Ein Merkmal der Demokratie ist, dass in ihr auch Minderheiten ihren Platz haben. Meines Wissens steht in unmittelbarer Nähe der Reithalle die Leonhardskirche seit Jahren leer…

Ida Kraner-Bürge

alt SP-Stadtparlamentarierin

Tivoliweg 5a, 9000 St. Gallen

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