Volles Haus auf dem Kaien

RORSCHACH/KAIEN. Seit mittlerweile zehn Jahren ist das Kaienhaus bei Rehetobel jeweils in den Sportferien jeden Tag geöffnet. Der Andrang ist gross, die Sportwoche auch dieses Jahr wieder ein riesiger Erfolg – der Platz oft gar zu knapp.

Fabian Fischer
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Peter Messmer beim Frühstück mit seinem Serviceteam, bevor nach dem Mittag der grosse Ansturm beginnt. (Bild: Fabian Fischer)

Peter Messmer beim Frühstück mit seinem Serviceteam, bevor nach dem Mittag der grosse Ansturm beginnt. (Bild: Fabian Fischer)

Zu erklären, wo das Naturfreundehaus genau zu verorten ist, ist nicht ganz so einfach. Zwischen Rehetobel und Heiden steht es auf dem Gipfel des Kaien auf gut 1100 m.ü.M. Hauswart Peter Messmer erklärt schmunzelnd: «Das Gasthaus steht auf Gruber Boden, hat eine Rehetobler Postadresse und wird geführt von der Naturfreunde-Sektion Rorschach.»

Heuer präsentiert es sich in neuem Gewand – erst vor einem Jahr feierte es sein 50jähriges Bestehen und bekam zum Jubiläum ein neue Fassade spendiert.

Für die Daheimgebliebenen

Die Rorschacher Naturfreunde wirten im Kaienhaus normalerweise nur am Wochenende; in den Sportferien jedoch kann man auch während der Woche dort einkehren – als kleiner Trost «für die Daheimgebliebenen», wie Messmer sagt. Es ist bereits das zehnte Mal, dass das Kaienhaus während der Sportwoche offen steht.

Bereits ab Mittwoch gab es jeden Abend Live-Musik, am Donnerstag lief eine geführte Gruppe mit Schneeschuhen auf den Kaien. Spezialität des Hauses ist das Käsefondue, von dem Messmer und sein Team in dieser Woche bereits an die 400 Portionen auftischten.

Völlig ausgebucht

Dabei ist das kleine Gasthaus jeden Abend völlig ausgebucht, wie Messmer sagt. «Wir sind während der Sportwoche immer um die acht Leute, die kochen, servieren und das ganze Drumherum erledigen.» Schon am Nachmittag sei jeweils viel los und an den Abenden erst recht. «Ich fürchte, wer sich für den Samstag noch anmelden will, den müssen wir abweisen», sagt Messmer. «Wir haben schlicht zu wenig Platz.»

Den grossen Erfolg erklärt sich Messmer mit der Verankerung in der Region. Ein Grossteil der Kunden seien Stammgäste. Viele Vereine und Firmen-Belegschaften hätten sich zudem angemeldet. «Bei uns ist Atmosphäre und Leben drin. Wir sind wie eine Familie hier oben», sagt er. Dazu komme die tolle Lage und auch preislich sei das Angebot vernünftig.

Frühschoppen am Sonntag

Am Sonntagmorgen sei das traditionelle Frühschoppenkonzert geplant. Dort habe man durchaus noch Kapazitäten. Wer dem Kaienhaus-Team einen Besuch abstatten möchte, kann mit dem Auto, viel besser aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen: Einfach von St. Gallen oder Heiden aus mit dem Postauto bis zur Haltestelle Rehetobel/Kaien fahren. Danach führt ein etwa halbstündiger Fussmarsch auf einem alten Römerweg durch Wäldchen und über Wiesen (Vorsicht: nach Niederschlägen sehr rutschig) hinauf zum Gipfel.

Während des Jahres ist das Kaienhaus nur an den Wochenenden geöffnet: Vom Samstag um 14 Uhr bis am Sonntag um 17 Uhr werden Gäste empfangen.

www.kaienhaus.ch