Volksentscheid durchsetzen

«Wer hat das letzte Wort?», 16.3.2013

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«Wer hat das letzte Wort?», 16.3.2013

Warum soll der St. Galler Stadtrat jetzt bezüglich der neuen Parkgarage Schibenertor vor einer heiklen Entscheidung stehen? Die Fakten sind klar: Gemäss Marktplatz- und Parkgarage-Schibenertor-Abstimmung wünscht die Bevölkerung keine neue Parkgarage. Von den fünfzig bei einer Verkehrsbefreiung des Marktplatzes und der nordwestlichen Altstadt oberirdisch zu kompensierenden Parkplätzen hat der Stadtrat im Manor-Gebäude 19 zu viel und illegal gebaute Parkplätze legalisiert, so dass nur noch 31 zu kompensieren wären. Deshalb so ein Trara zu machen, ist in meinen Augen total überflüssig. Ob sich ein Ausbau der Parkgarage UG 24 wegen 31 Parkplätzen lohnt, bleibe dahingestellt.

Da haben wir gesamtschweizerisch die schönsten Busse, und die meisten unserer Quartiere sind durch sie optimal erschlossen. Nur sollten sie mehr benutzt werden – nicht nur zu den Stosszeiten! Auch von denen, die immer und immer wieder eine Parkgarage Schibenertor ertäubelen wollen. Wieso heisst deren Projekt eigentlich plötzlich «Union plus»?

Ich wünsche mir einen Stadtrat, der diesem Theater endlich ein Ende setzt und ein Machtwort spricht und den Volkswillen durchsetzt. Auch wenn diese Parkgarage die Stadt keinen Rappen kosten würde, käme es einer Missachtung des Volkswillens gleich, sie zu konzessionieren. Nochmals, wir haben genügend Parkplätze in Gehdistanz rund um die Altstadt und dank Stadtrat Fredy Brunner auch einen gutausgebauten öffentlichen Verkehr, der in die Mitte der Stadt führt. So macht Lädelen Freude – ohne alle zehn Minuten auf die Uhr schauen zu müssen, ob die Parkuhr abläuft.

Rosmarie Winzeler

Haselstrasse 5, 9014 St. Gallen

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