Vögel, Reptilien, Osterhase

Heute beginnt im Naturmuseum die traditionelle Eierausstellung. Dabei gibt es nicht nur verschiedenste Eier zu sehen. Auch Tiere werden gezeigt – ausgestopft und lebendig.

Elisabeth Reisp
Drucken
Teilen
Eier legen diese Hühner keine mehr. Dafür werden im Naturmuseum frischgeschlüpfte Küken gezeigt. (Bild: Jakob Ineichen)

Eier legen diese Hühner keine mehr. Dafür werden im Naturmuseum frischgeschlüpfte Küken gezeigt. (Bild: Jakob Ineichen)

Das Naturmuseum verfügt über eine Sammlung von 7000 Eiern. Das grösste hat die Dimension eines Medizinballes und ist das wertvollste Stück der Sammlung. Es stammt vom längst ausgestorbenen madagassischen Elefantenstrauss, einem grossen Laufvogel. Die kleinsten Eier stammen von Insekten. Die Stabheuschrecke beispielsweise legt – nomen est omen – Eier, die Tannennadeln gleichen.

Schoggihasen selber giessen

Ab heute ist ein Teil der Sammlung in der Ausstellung «Allerlei rund ums Ei» zu sehen. Seit 2004 zeigt das Naturmuseum an Ostern die Eierausstellung jeweils in leicht veränderter Form. Küken, die in der Ausstellung ausgebrütet werden, und Kaninchen gibt es auch dieses Mal zu sehen. Die Ausstellung zieht entsprechend Publikum an. «An Ostern haben wir jeweils die besten Besucherzahlen des Jahres», sagt Museumsdirektor Toni Bürgin.

Bis am 19. April dauert die Eierausstellung. Und wenn es an Ostern um Eier geht, darf der Osterhase nicht fehlen. Höhepunkt der Ausstellung ist der Workshop «Schoggihasen giessen», der am Samstag, 28. März, und am Sonntag, 29. März, jeweils von 10 bis 12 Uhr, von 12.15 bis 14.15 Uhr und von 14.30 bis 16.30 Uhr durchgeführt wird. Familien, die selber Schoggihasen giessen wollen, müssen sich vorab anmelden.

Und für diejenigen, die nur wissen wollen, wie die Schoggihasen hergestellt werden, findet eine Woche zuvor, am Sonntag, 17. März, eine Vorführung statt. Von 10 bis 17 Uhr zeigen Jolanda und Beat Gerber die Arbeitsschritte bis zum fertigen Schoggikunstwerk. Anschliessend werden die Schoggihasen und -kunstwerke an die Besucher verkauft. Am Mittwoch vor Ostern, dem 1. April, sind Familien dazu eingeladen, im Museum Eier anzumalen.

Gnadenlose Kuckucksküken

Die Ausstellung widmet sich nicht nur den Vogeleiern. Von Fischen über Reptilien bis hin zum Schnabeltier zeigt die Ausstellung eindrücklich, welches Tier weshalb, wie viele und wo Eier legt.

Ins Auge sticht der ausgestopfte Strauss, der gleich beim Eingang die Vogelparade auf dem Laufsteg eröffnet. Dahinter folgt bekanntes und weniger bekanntes Federvieh aus der ganzen Welt. In den prächtigsten Farben schillern vor allem die exotischen Exponate.

Für jedes dieser Tiere hat sich die Evolution eine andere Taktik zum Leben und Überleben ausgedacht. Der Kuckuck legt bekannterweise sein Ei in ein fremdes Nest. Das frisch geschlüpfte Kuckucksküken weiss instinktiv, dass es die anderen Eier aus dem Nest werfen muss, damit es als einziges gefüttert wird und so überleben kann. Die Kuckuckseier selbst sind den Eiern im fremden Nest farblich angepasst. Eine weitere Finte der Natur. Sie fallen nur durch ihre Grösse auf. Manchmal nicht einmal dadurch.

Aktuelle Nachrichten