Vision Steinachrinne

Der neue Steg in die Mülenenschlucht ist dem Engagement des Vereins «Vision Steinach Gallusstadt» zu verdanken. Bei der Gründung des Vereins Mitte der 1990er-Jahre ging die Vision aber über eine Mitgestaltung der Gallusgedenkstätte hinaus.

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Der neue Steg in die Mülenenschlucht ist dem Engagement des Vereins «Vision Steinach Gallusstadt» zu verdanken. Bei der Gründung des Vereins Mitte der 1990er-Jahre ging die Vision aber über eine Mitgestaltung der Gallusgedenkstätte hinaus. «Die ursprüngliche Idee war, einen Teil des Steinachwassers entlang des Bachlaufs sichtbar zu machen», sagt Vereinsmitglied Werner Nef. Ein Teil des Wassers hätte vom Steinachstollen entnommen und entlang der Moosbrugg- und der Lämmlisbrunnenstrasse in kleinen Rinnen geführt werden sollen. Rund 300 Vereinsmitglieder trugen das Projekt in den besten Zeiten mit, dennoch kam es nicht zur Umsetzung. Derzeit laufe aber ein weiterer Versuch, sagt Nef. Der Verein habe den Stadtrat angefragt, ob mit der derzeitigen Sanierung der Moosbruggstrasse das Projekt doch noch durchgeführt werden könne. «Jetzt, wo vielenorts Renaturierungsprojekte anstehen, wäre doch die Zeit gekommen, die Idee umzusetzen.» Eine Antwort des Stadtrates sei noch ausstehend.

Der Verein sei aber auch damit zufrieden, dass man bei der Gestaltung der Gallusgedenkstätte mit der Stadt zusammenarbeiten konnte, erklärt Nef. «Wenn das Wasser nicht an die Oberfläche geführt werden kann, führen wir halt die Besucher auf dem Steg zum Wasser.»

Die Kosten für die Entwicklung und die Herstellung des Metallstegs wird durch den Verein finanziert. Das Geld sei über die Jahre durch Mitglieder- und Sponsorenbeiträge zusammengekommen. Der Künstler Hans Thomann war für die Gestaltung des Stegs verantwortlich. Der Verein werde nun «stillgelegt». (rst)