Villa Wiesental soll Neubau weichen

ST.GALLEN. Die Villa Wiesental an der Rosenbergstrasse 95 soll nach dem Willen ihrer Besitzerin, der Anlagenstiftung Swisscanto, offenbar abgebrochen werden. Wie Swisscanto gestern mitteilte, übernimmt die HRS Investment AG die Projektentwicklung des Grundstücks.

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Die Eingangstür der Villa Wiesental. (Bild: Urs Jaudas)

Die Eingangstür der Villa Wiesental. (Bild: Urs Jaudas)

Die Villa Wiesental an der Rosenbergstrasse 95 soll nach dem Willen ihrer Besitzerin, der Anlagenstiftung Swisscanto, offenbar abgebrochen werden. Wie Swisscanto gestern mitteilte, übernimmt die HRS Investment AG die Projektentwicklung des Grundstücks. Gemäss der Mitteilung soll die über 130jährige Villa einem Bürogebäude weichen: In St. Gallen sei der Bedarf nach Büroräumlichkeiten in Bahnhofsnähe «hoch, das Angebot jedoch beschränkt», schreibt Swisscanto. Auftragnehmer HRS wird in den nächsten Monaten einen öffentlichen Projektwettbewerb ausschreiben. Bis Ende 2012 soll dann eine Jury entscheiden, welches Projekt realisiert wird.

Die Villa Wiesental steht seit 2003 leer und ist seit 2006 im Besitz der Swisscanto. Gemäss einem Gerichtsurteil darf die Villa nur abgebrochen werden, wenn sie durch einen Neubau ersetzt wird, dessen Qualität höher gewichtet wird als der Erhalt der Villa. Die kantonale Denkmalpflege hat im Oktober angekündigt, sich für den Erhalt der Villa einzusetzen. Dabei wurden auch rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen. (upz)